Dienstag, 30. September 2008

Wie man eine Wohlfühl-Wohnung findet

Wenn man eine neue Wohnung sucht oder ein Haus bauen will, dann will man sicher sein, dass es das Richtige ist, dass man sich in Zukunft darin wohl fühlt. Das ist einleuchtend, oder? Man schaut die Lage an, hört auf Umgebungslärm, fragt sich, ob die Größe passt, ob einem die Raumaufteilung gefällt usw. Und wenn man sich dann entschieden hat, kann es einem trotzdem so gehen, wie der Frau, die eine Wohnung ohne Feng Shui gesucht hat und dann klagte: „Als wir die Wohnung besichtigt haben, hatte sie uns so gut gefallen. Und jetzt, wo wir hier wohnen, gefällt sie uns überhaupt nicht mehr, am Liebsten würden wir wieder ausziehen!“

Bevor ich Ihnen nun beispielhafte Auswahl-Kriterien aufzähle, mit denen man im Feng Shui Wohnungen aussucht, denken Sie einmal zurück an die Zeit, als Sie auf Wohnungssuche waren oder ein Haus gebaut haben. Und wie ist es Ihnen seither ergangen? Was ist aus der anfänglichen Begeisterung geworden? Fühlen Sie sich überall gleich wohl oder gibt es Plätze, mit denen Sie am Liebsten nichts zu tun hätten? In einem Sprichwort heißt es, wenn man ein Haus baut, dann muss man dreimal bauen, bis man das optimale Haus hat. Wer macht das schon? Sie werden mir zustimmen, dass das mit großen Geld- und Zeitaufwand verbunden ist, den die wenigsten umsetzen. Und auch wenn man zur Miete wohnt, kostet die erneute Wohnungssuche wieder Nerven, Zeit und Geld. Mit Hilfe von Feng Shui spart man sich eine lange Zeit des Ausprobierens und vielleicht auch die eine oder andere Fehlinvestition. Das spart Ihnen dann Zeit, die Sie für anderes nutzen und Geld, das Sie für andere Sachen ausgeben können.

Nun zu einer kleinen, beispielhaften Auswahl von Feng-Shui-Kriterien: Himmelsrichtungen, Ausblick, Fliegende Sterne, Raumaufteilung, aktive und ruhige Zonen, Energiefluss, Umgebung, Lage, energetischer Eingang, innerer Mingtang, Grundriss...

Ich gehe nun näher auf den Einfluss der Himmelsrichtungen ein. Jeder Mensch ist von Geburt an mit bestimmten Himmelsrichtungen in Harmonie. Kennt man seine günstigen Himmelsrichtungen, bedeutet das, man kann sie aktiv nutzen. Zunächst stellt man die KUA-Zahl des Menschen fest. Hat man z. B. wie ich die KUA-Zahl 7 (Westgruppe), so sind die günstigen Himmelsrichtungen SW, W, NW und NO. Dann wäre es günstig, wenn Haus oder Wohnung ebenfalls zur Westgruppe gehören würde, denn dann stimmen die unterstützenden Himmelsrichtungen des Hauses schon mal mit denen der Person überein, was schon mal eine gute Ausgangslage ist (das gleiche gilt übrigens auch für bereits bewohnte Wohnungen).

Ob das so ist, prüft man, indem man den Sitz (Rücken) des Hauses festlegt. Dann kann man auf dem Kompass ablesen, in welche Himmelsrichtung das Haus genau ausgerichtet ist. Auf dem LoPan (Feng-Shui-Kompass) sieht man dann auch gleich, welche KUA-Zahl das Haus hat.

Außerdem wäre es hilfreich, wenn bei der Raumaufteilung darauf geachtet wird, dass wichtige Räume wie Eingang, Schlaf- und Wohnzimmer, Küche und Arbeitszimmer in günstigen Richtungen liegen würden. Hier hält man sich länger auf und kann dann die dienliche Energie so nebenbei anzapfen, wovon man profitiert.

Ob man mit der neuen Wohnung wirklich Freude hat, ob man im Einklang mit ihr lebt, lässt sich allerdings nicht alleine an Hand der Himmelsrichtungen prognostizieren, denn sie sind nur ein Baustein aus der Vielzahl der Faktoren, die man bei der Auswahl der bestmöglichen Wohnung berücksichtigt. Das ist wie beim Hausbau. Da entscheidet man sich nicht nur für das Mauerwerk wie Ziegel, sondern schaut auch nach der Wärmedämmung, der Art des Putzes, informiert sich über Farben, hört sich um, welche Heizung die eigenen Bedürfnisse optimal befriedigt, wählt Türen aus usw. Niemand würde auf die Idee kommen, zu sagen, dass man mit dem Einzelkriterium „weiße Türen“ ein Haus bauen oder eine Wohnung finden könnte. Genauso wäre es eine Illusion, zu glauben, dass man mit dem Einzelaspekt „Himmelsrichtung“ oder „Bagua“ alleine glücklich wird.

Die Beschränkung auf Einzelaspekte würde die Chance reduzieren, die bestmögliche Wahl zu treffen. Automatisch erhöht sich damit das Risiko, in einer Wohnung zu landen, in der man sich nicht wohl fühlt. Glücklicherweise ist es nicht notwendig, dass man ein Risiko eingeht.



Samstag, 20. September 2008

Welche Wünsche Feng Shui erfüllt

„Ist Feng Shui nicht eine Modererscheinung?“, hatte mich neulich eine Journalistin der DZ gefragt. Ich meine, es geht nicht darum, ob Feng Shui eine Modeerscheinung ist, sondern darum, welches (unbewusste) Verlangen Feng Shui befriedigen kann.

Feng Shui befriedigt offensichtlich die tief in uns verwurzelte Sehnsucht nach Harmonie, Sicherheit und Geborgenheit. Hierbei handelt es sich um keine Modeerscheinung, sondern um Grundbedürfnisse von uns Menschen, die so alt sind, wie der Mensch selbst. Als wir noch Jäger und Sammler waren und noch bevor wir in Höhlen lebten, suchten wir uns schon instinktiv den besten Platz. Dieser sollte vor Angriffen schützen und den optimalen Überblick über den Raum bieten, er musste so organisiert sein, dass man keine unliebsamen Überraschungen zu befürchten hatte. Erst dann konnte man sich konzentriert dem Speere spitzen, Felle nähen und Kochen widmen, konnte entspannt plaudern oder sich mit einem sicheren Gefühl zur Ruhe betten. Und in diesem Punkt sind wir Urzeit-Menschen geblieben. Das lässt sich heutzutage in Restaurants gut beobachten. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Lokal. Welchen Platz wählen Sie, wenn Sie frei wählen können?
Egal, ob unterwegs, am Arbeitsplatz oder zu Hause. Wir möchten uns wohlfühlen!

Architektur und Gestaltung von Räumen vernachlässigen häufig die Befriedigung der Grundbedürfnisse, egal wo. Oft spricht man davon, dass Häuser, Mietwohnungen und Bürogebäude vor allem funktionelle und wirtschaftliche Kriterien erfüllen müssen. Und dann wird an der förderlichen Gestaltung der Umgebung (die wissenschaftlich nachweisbar Einfluss auf Wohlbefinden, Konzentrationsfähigkeit und Arbeitsleistung hat) gespart.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie sich irgendwo nicht wohlfühlen? Haben Sie wirklich das Gefühl, in der Arbeit gut vorwärts zu kommen, im Hotel oder zu Hause gut zu entspannen, Kraft und Energie zu tanken? Jedes Mal, wenn man sich unwohl fühlt, leuchtet der interne Alarmknopf im Kopf auf und ruft: „Achtung! Das ist ein unbehaglicher Platz! Er ist nicht zum entspannen und nicht zum arbeiten geeignet“! Und unbewusst spüren wir das auch. Die Folge kann sein, dass man in der Arbeit dann vielleicht lustlos und unkonzentriert wird. Zu Hause weiß man nicht, was man machen kann, damit es wohltuend wird, und es bleibt unklar, warum es ungemütlich ist. Es kann sein, dass man sich ausgeliefert, ausgelaugt, energielos oder bedrückt fühlt, schnell ermüdet und die Freude an der Arbeit oder dem zu Hause auf unerklärbare Weise nachlässt, man irgendwie unzufrieden mit der Situation ist. Obwohl das Verlangen nach Schutz und Sicherheit oft mit einfachen Mitteln zufrieden gestellt werden könnte.

Gebäude und Räume, die Wohlbefinden versprechen, werden immer nachgefragt werden. Man hofft, darin endlich das zu finden, das man unbewusst vermisst. Und wie muss ein Raum aussehen, wie muss er sich anfühlen, damit man ihn als harmonisch wahrnimmt, man sich darin wohlfühlt? Das ist die Frage, die Feng Shui beantwortet. Und wenn man einmal darüber nachgedacht hat, und es sich bei sich zu Hause oder am Arbeitsplatz vorstellt, dann merkt man, dass es stimmt: Lieblingsplätze zeichnen sich dadurch aus, dass man sich an ihnen wohlfühlt!



Mittwoch, 27. August 2008

Der sehr gute Schlafplatz!

Gestern hat mich „Unser Radio Passau“ wieder mal als Feng-Shui-Fachfrau für ein Interview angefragt. *Grins*. Anlass war, dass es offensichtlich eine neue Studie gibt, die besagt, dass Kühe und andere Tiere sich beim Schlafen auf der Nord-Süd-Achse ausrichten. Diese Aussage hat das Lokalradio als Anregung aufgegriffen, um seinen HörerInnen von mir erklären zu lassen, wie man nach Feng Shui den optimalen Schlafplatz auswählt.

Sich mit dem Schlafplatz zu beschäftigen ist sinnvoll, denn schließlich verbringen wir gut ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Wenn man denn zu den Glücklichen gehört, die gut schlafen können... Ich weiß ja nicht, ob Sie sich vorstellen können, wie viel Lebensqualität erholsamer Schlaf bringen kann? Auf alle Fälle gehen manche Menschen schon mit dem unguten Gefühl zu Bett, wieder nicht gut schlafen zu können, sich im Bett hin- und herzuwälzen und am Morgen wie gerädert zu sein. Und da dürfte es die andere Gruppe der Menschen mit der Lebensqualität besser getroffen haben. Die Menschen, die sich ins Bett legen und bevor sie noch das zweite Bein ins Bett gezogen haben, schon tief und fest schlafen und das bis morgens, bis der Wecker klingelt. Wenn sie dann aufwachen sind sie frisch und fit.

Nun gibt es verschiedene Sachen, die man ausprobieren kann, um wie ein Stein zu schlafen. Unter anderem auch Feng Shui.

Um einen wohltuenden Bettplatz zu finden, werden mehrere Aspekte unter die Lupe genommen. Zunächst bespricht man, wo sich der energetische Eingang und damit die Rückseite des Hauses befinden. Das ist wichtig für die Kompass-Messung, mit deren Hilfe man feststellt, welchen Charakter das Haus hat, d. h., wo das Haus seine günstigen Himmelsrichtungen hat. Das kann man dann auf dem Feng-Shui-Kompass (LoPan) ablesen.

Dann stellt man an Hand von Geburtsdatum und Geschlecht fest, welche vier Himmelsrichtungen für die Person günstig sind (das kann man entweder berechnen oder aus einer Tabelle rauslesen). Der Einfachheit halber nehmen wir für unser Beispiel an, Haus und Person hätten dieselben günstigen Himmelsrichtungen, beispielsweise Süd-Ost, Ost, Süden und Norden. Somit kann das Schlafzimmer also im SO liegen. Weiter ist es noch empfehlenswert, wenn der Scheitel beim Liegen auch in eine günstige Himmelsrichtung „schaut“ (hier z. B. SO, O, N, S). Um alle Möglichkeiten für einen erholsamen Schlaf auszuschöpfen, untersucht man noch die Fliegenden Sterne. Ein günstiger Einfluss wird aktiviert, ein ungünstiger abgeschwächt.

Die Auswahl des betmöglichen Schlafplatzes ist aber auch noch von anderen Umständen abhängig wie „Befindet sich das Bett in einer Tür-Fenster-Linie?“ oder „Ist das Schlafzimmer im Yin- oder Yang-Bereich des Hauses / der Wohnung?“ oder „Ist da eine drückende Dachschräge?“ oder „Wo befindet sich im Verhältnis zum Schlafplatz die Garage?“ oder, oder, oder...

Und wenn dann am Schlafplatz weder Elektrosmog noch Erdstrahlen den gesunden Schlaf stören, ist man auf der sicheren Seite.

Vielleicht fragt sich jetzt jemand ganz verwirrt, warum man das Bett nicht einfach nach dem Bagua in die „Beziehungsecke“ stellt? Die Himmelsrichtung hat Vorrang! Grundsätzliche verschafft man sich zuerst einen Überblick über alle Einflüsse, die auf das Wohlgefühl wirken können, bevor man zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Wenn der Partnerschaftsbereich zufällig in der guten Himmelsrichtung liegt und auch alle anderen Bedingungen positiv sind, dann ist es o.k. Ansonsten... warum soll das Schlafzimmer nicht im „Wohlstand“ liegen? Es ist doch schön, sein Geld (wie) im Schlaf zu verdienen, oder?

Mittwoch, 20. August 2008

Das Farbkonzept, das für alle passt

Die Farben, die nach Feng Shui ausgewählt werden und sich auf jeden Raum übertragen lassen, gibt es nicht. Was ich meine, ist, in verschiedenen Zimmern mit der gleichen Nutzung (z. B. Schlafzimmer) können durch individuell unterschiedliche Voraussetzungen (z. B. günstige Himmelsrichtung des Hauses) unterschiedliche Farbkombinationen nötig sein, um eine angenehme Atmosphäre hervorzurufen.

Ein Beispiel: Für ein neu hinzugekommenes Stockwerk in einer Schule habe ich ein Feng-Shui-Gesamtkonzept (mit ausgeklügeltem Farbkonzept) entwickelt, das zur Zeit umgesetzt wird. Im Zuge der derzeit laufenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen werden ein Stockwerk tiefer ebenfalls zwei Räume neu gestrichen (ohne Feng-Shui-Konzept). Nun bin ich gefragt worden, ob man da dieselben Farben streichen könnte, wie die, die ein Stockwerk höher vorgesehen sind?

Nachdem ich mir das angeschaut hatte, lautete meine Antwort „nein“. Bei den oberen und unteren Räumen sind zwar bestimmte Voraussetzungen identisch (z. B. Lage, Funktion, Fliegende Sterne, Grundriss) jedoch hat in dem einen Raum der Boden eine andere Farbe und in dem anderen Raum ist eine Wand gelb, die beibehalten wird. Allein schon deshalb können sich von meinem Farbkonzept (für das obere Stockwerk) abweichende Farbkombinationen ergeben. Dieses sieht z. B. in einem der nach Feng Shui optimierten Klassenzimmer eine grüne Wandfarbe vor, ein Stockwerk tiefer stünde diese Farbe jedoch mit der gelben Wandfarbe nicht mehr in Harmonie, und auch die Qualität der Fliegenden Sterne und der Himmelsrichtungen verändert sich mit der gelben Farbe.

Das ist, wie wenn sich zwei Menschen ein- und denselben Pullover überstülpen würden, obwohl sie verschieden-farbige Hosen tragen. Die Pullover-Farbe könnte zufällig passen... oder auch nicht. Haben sie die Farbe individuell ausgewählt, können sie sich sicher sein, dass das Ganze miteinander harmoniert und ihre Garderobe bereichern wird.



Donnerstag, 7. August 2008

So bringt das Bagua Freude

Zum 3-Türen-Bagua kann man ja stehen wie man will, in der Feng-Shui-Literatur ist es „in“ und wenn man sich umhört, ist Feng Shui oft „das mit den 9 Kästchen“... Das 3-Türen-Bagua ist eine recht junge Erfindung, die erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt wurde. Was sicher sein dürfte: Alle darin enthaltenen Lebensthemen kommen im Leben eines jeden Menschen irgendwie vor. Wie kann man es effektiv nutzen?

Nehmen wir uns zunächst ein Beispiel vor: Den Norden. Der ist im Bagua-Feng-Shui (klasssische Kompass-Methode) ein Sinnbild für den Lebens- oder Berufsweg. Auf die eine oder andere Art wird sich jeder Mensch irgendwann fragen oder gefragt haben: Wo geht`s lang? Wie soll meine Zukunft aussehen? Sei es bei der Entscheidung für einen bestimmten Beruf oder wo und wie man sein Leben gestalten will.

In Büchern über Feng Shui wird als Symbol für den Lebens- oder Berufsweg gerne ein Weg verwendet. Wenn man mit einem wunderschönen Pfad genau dieses Thema verbindet und! damit auch noch stark positive Gefühle hat, dann ist das das richtige Bild. Löst es allerdings nur neutrale Gefühle aus, lohnt es sich, noch mal in sich hineinzuhorchen, was denn ein großartiges Gefühl hervorruft.

Angenommen, jemand hat einen (wie wir hier in Bayern sagen würden) „g`standenen“ und allseits akzeptierten Büro-Beruf, doch das Herz hängt am Photographieren. In der Freizeit geht er / sie deshalb leidenschaftlich gerne photographieren. Alleine wenn man an das Photographieren und die tollen Bilder denkt, die man machen könnte, ist man richtig aufgeregt. Man ist voller Tatendrang und möchte am liebsten sofort loslegen. Eigentlich würde man gerne... Doch der innere Schweinehund namens Verstand hebt den Finger und wackelt verneinend mit ihm, sagt gar: „Du kannst mit dem Photographieren kein Geld verdienen.“ (Was natürlich nicht stimmt. Die PhotographInnen der Zeitschrift GEO bekommen auch ein Honorar für ihre Photos – vermute ich mal -). Man ist hin- und hergerissen zwischen der Arbeit, die man macht, weil Vernunftgründe dafür sprechen und einem sicher ernährt und der Leidenschaft für das Hobby, mit dem man sich endlos beschäftigen könnte und das man eigentlich sehr gern zum Beruf machen möchte.

Was könnte man in so einer Situation als Symbol für den Norden hernehmen? Vielleicht ein besonders schönes Photo, das man selber abgelichtet hat und das in einer Internet-Photo-Community besonders oft heruntergeladen wird und das viele sehr gute Bewertungen bekommt? Oder ein Bild von sich selber im Dschungel, bepackt mit der Photoausrüstung, das man gerne ansieht, weil man dort so erfüllt vom Photographieren war und dieses Gefühl beim Betrachten wieder auflebt? Ein „Bilder-Buch“ eines / einer preisgekrönten Photo-ReporterIn, das man besonders gerne in die Hand nimmt? Genau mit so individuell starke Gefühle auslösenden Dingen, die gleichzeitig den eigenen Schönheitssinn befriedigen, markiert man dann den Norden. Hier verzichte ich bewusst auf eine Ziel-Visions-Tafel, wenn man damit nicht die entsprechend guten Gefühle hat. Es geht darum, sich auf das zu programmieren, womit man sich identifiziert und das erkennt man am Herzblut-Gefühl. Manchmal muss man auch länger in sich hineinhorchen oder „hinfühlen“, bis man was passendes gefunden hat. Macht nichts! Sie haben Zeit!

Halten Sie so lange Ausschau nach dem richtigen Gegenstand, bis Sie dabei diese starke Kraft spüren, bis Sie im Einklang mit Symbol und Gefühl sind... Suchen Sie sich ein Symbol, bei dessen Anblick Sie sich großartig fühlen. ...Und plötzlich tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf. Man hört von einem Photo-Wettbewerb, liest in der Zeitung über jemanden, der / die sich erfolgreich beruflich in diese Richtung verändert hat, obwohl er / sie vorher etwas völlig anderes gemacht hat...

Und hier kommt die altbewährte Wissenschaft mit einer Erklärung dahergestiefelt. Wenn man sich auf etwas konzentriert, läuft einem das Thema ständig über den Weg. Neurobiologisch gesehen scannt die Formatio Reticularis im Gehirn (ein Neuronennetzwerk im Gehirnstamm) die Umgebung daraufhin ab, ob es etwas zur Realisierung des vorgegebenen Zieles findet. Es filtert Sachen, die nicht in das Konzept passen, aus. Deshalb nehmen wir bevorzugt das wahr, was mit unserer inneren Ausrichtung übereinstimmt. Die Aufmerksamkeit wird zielgerichtet gesteuert und auf das bevorzugte Objekt fixiert.

Wenn man das Bagua auf diesem Hintergrund sieht und anwendet, dann ist man erstaunt, wie viel Freude es macht, die eigenen Wünsche, Ziele und Ideen so lange zu erforschen, bis man sie (über das Symbol) als Quelle von Energie und Freude erlebt.



Montag, 4. August 2008

Afrikanisches Feng Shui

In einer Hörbuch-Besprechung wurde aus dem Zusammenspiel von Musik und Liebesgedichten „eine Art afrikanisches Feng Shui“ hervorgezaubert.

Nun bin ich hin- und hergerissen. Wie soll ich es formulieren? Meine innere Stimme sagt mir, dass man das nicht Feng Shui nennen kann, weil die CD selber nicht „Feng Shui“ sein kann. Die CD im eigentlichen Sinne ist keine Feng-Shui-Regel. Es handelt sich eben nicht um die Gestaltung der Räume selbst. Andererseits geht es indirekt doch um die Gestaltung der Räume, weil Texte und Musik den Menschen beeinflussen. Im Sinne von Feng Shui soll man sich mit angenehmen, stärkenden Dingen umgeben, weil jedes Ding mit seinem innewohnenden Symbolgehalt auch auf der unbewussten Ebene wirkt, jedoch ist das Hörbuch selber kein Feng Shui, sondern eben nur ein Gegenstand im Sinne von Feng Shui, den man bewusst daraufhin anschauen soll, ob er einem gefällt. Allerdings sollte man noch einen Schritt weitergehen und darauf achten, was man beim Anschauen und Hören der CD fühlt, ob man sich damit gut fühlt. Schließlich vermittelt nicht alles was vordergründig gefällt, auf der unbewussten Ebene ein gutes Gefühl. Quelle: Onlineausgabe der Berliner Zeitung

Mittwoch, 23. Juli 2008

Das Dorint-Hotel gönnt sich was!

Das Hotel Dorint Strandresort & Spa Ostseebad Wustrow liebäugelte mit Feng Shui und gestaltete sein Hotel dementsprechend. Dass Hotels viel tun, damit sich ihre Gäste wohlfühlen und dabei vermehrt auf Feng Shui zurückgreifen, ist heutzutage nicht mehr soooo ungewöhnlich. Viel bemerkenswerter ist dagegen, wie der hoteleigene Teeladen gebaut worden ist: achteckig!

Als ich das gelesen hatte, fiel mir wieder ein, dass ich mal gefragt worden bin, ob man Feng-Shui-Häuser rund bauen müsse? Nein! Häuser, die mit Feng Shui geplant werden, brauchen weder achteckig noch rund zu sein. Beim Hausbau ist es vor allem wichtig, auf einen ausgeglichenen Grundriss zu achten, ohne zu viele Ein- und Ausbuchtungen. Beispiele dafür sind ein rechteckiger oder quadratischer Grundriss. Zum einen strahlt so ein Grundriss Ruhe aus, zum anderen verringert sich das Risiko, einen Fehlbereich zu bauen.

Ein Haus ist wie der Körper eines Menschen. Einem Menschen, dem ein Körperteil wie z. B. ein Bein fehlt, kostet es mehr Kraft und Energie (trotz moderner Prothesen) beim Marathonlauf das Ziel in der gleichen Zeit zu erreichen, als dem Menschen, dem alle Gliedmaßen voll funktionsfähig zur Verfügung stehen.

Der Körper des Menschen ist wie das Haus. Fehlt ihm (energetisch) ein Teil, haben es die darin wohnenden Menschen wahrscheinlich ungleich schwerer, sich zu entspannen oder erfolgreich zu sein, als Menschen in Gebäuden oder Wohnungen mit ausgewogenem Grundriss und Energiefluss. Das heißt nicht, dass die Menschen darin nicht erfolgreich sein können, sondern es heißt nur, dass sie unter Umständen mehr dafür tun müssen, härter an Beziehungen, privatem oder beruflichem Erfolg arbeiten müssen, wenn das Haus „hinkt“. Vielleicht bekommen Sie jetzt eine Ahnung davon, wie hilfreich Feng Shui sein kann, wenn es darum geht, Büro, Haus oder Wohnung behaglich zu gestalten.

In der Architekturpsychologie bewertet man einen Grundriss danach, wie leicht man sich darin zurechtfindet. Vielleicht haben Sie schon mal ein stark verwinkeltes Verwaltungsgebäude oder Kaufhaus besucht, in dem Ihnen die Orientierung schwer gefallen ist, in dem Sie sich nur mehr durch ein (vielleicht auch noch schwieriges) Wegeleitsystem zurechtfanden? Ich habe ein solches Kaufhaus in München entdeckt, und ich muss sagen, das Suchen und der Aufenthalt darin ermüdeten mich und verleideten mir die Lust, im Gebäude zu verweilen. Für das Kaufhaus bedeutet das konkret, dass ich nicht mehr hineingehe, also verlorengegangenen Umsatz, weil es zu unübersichtlich ist. Ist etwas zu unübersichtlich, fühlt man sich nicht mehr sicher, weil man den Raum nicht mehr beherrscht und damit nicht mehr vor unliebsamen Überraschungen gefeit ist. Womit wir wieder bei der Sicherheit wären, die Räume bieten sollen.

Nun könnte man argumentieren, dass ein Wohnhaus nicht so groß ist, dass man sich darin nicht zurechtfinden könnte. Trotzdem kann ein unharmonischer Grundriss Unbehagen auslösen und zwar dann, wenn er zu anregend wirkt. Bei uns in der Gegend gibt es ein Haus mit so vielen Erkern, Vorsprüngen und Einbuchtungen, dass ich schon beim Vorbeifahren ganz zappelig werde. Das Haus reißt sofort alle Aufmerksamkeit an sich. Dazu trägt vermutlich auch der großflächige Elementekonflikt der Farben (Außenwände und Dach) bei. Ein ausgewogener, symmetrischer Grundriss dagegen strahlt auf mich viel mehr Ruhe aus. Das gerade erwähnte Haus irritiert auch andere Menschen. Über dieses Haus wird gesprochen – es wird als „Fremdkörper“ wahrgenommen. Und zwar von Leuten, die nichts mit Feng Shui am Hut haben. Offensichtlich lösen Komplexität des Hauses und Farbgebung unbewusst Unbehagen aus. Mit Feng Shui lässt sich das Missbehagen erklären und Wohlgefühl fördern. Wohlgefühl in Räumen steigert die Fähigkeit, sich zu entspannen und leistungsfähiger zu sein. Das ist durch Studien schon recht gut belegt.
Quelle: www.presse-service.de