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Elektrosmog

Mittwoch, 25. März 2009

Licht-Vorräte anlegen

Wie steht es in Zukunft um Ihr Licht? Ich sage es gleich: Ich bin eine Befürworterin der Glühbirnen. Dafür verzichte ich schon immer großzügig auf jeden Stand-by-Modus. Nachdem das Verbot der Glühbirnen jetzt offiziell ist (bereits am 01. September d. J. werden 100 Watt und mehr und alle Glühbirnen mit Milchglas verboten) werde ich heute einmal nicht die Elektrosmog-Frage erörtern, sondern einige andere Aspekte beleuchten, die mit der Energiesparlampe zusammen hängen.

Die verlorengegangene Kultur. So habe ich das Verschwinden der Glühbirne noch nicht betrachtet: In „Capriccio“, einer Kultursendung des Bayerischen Fernsehens, wurde die Glühbirne zum Kulturgut ernannt. Lichtdesigner bewerten das Verschwinden der Glühbirne offensichtlich als Verfall unserer Kultur. Die Objekte und künstlerischen Installationen wirken eben mit der Glühbirne anders als mit dem Design und dem Licht der Energiesparlampe. Das war jetzt nur ein Nebenschauplatz. Jetzt zu anderen wichtigen Überlegungen, die mir unter den Nägeln brennen:

Die Energiesparlampe (ESL) enthält Quecksilber! Quecksilber gilt als das giftigste, nicht-radioaktive Element (ob das stimmt, weiß ich nicht). Vielleicht sollte ich gelegentlich meinen Schwib-Schwager fragen, der Chemiker ist? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Hg unter 3 Millionen giftigen Substanzen an sechster Stelle stehen soll. Die UN und die EU planen, Hg ganz zu verbieten. Nur für ESL soll es Ausnahmen geben. Was nun? Ist Hg giftig oder nicht? Wenn es sogar verboten werden soll, warum dann diese Ausnahme? Wieder zurück zur ESL. Wenn diese Lampe zerbricht, dann sollte der Quecksilberdampf nicht eingeatmet werden. Haben Sie schon eine Atemschutzmaske zu Hause? Und die zerbrochenen Teile sollten zum persönlichen Schutz zusammengekehrt und nicht aufgesaugt werden. Das Ganze - auch wenn nicht zerbrochen - muss als Sondermüll entsorgt werden. Die ESL gehört auf keinen Fall in den Restmüll! Kennen Sie jemanden, der sich daran hält? Oder besser, der das überhaupt weiß, dass es Sondermüll ist? Hören Sie sich doch einmal um. Da werden Ihnen Augen und Ohren aufgehen.

ESL flimmern. Vielleicht haben Sie gelesen, dass die neue Generation der ESL, nicht mehr flimmern würde! Die Lampen flimmern trotzdem. Man muss sich das so vorstellen, dass das Gas in der Röhre dauernd an- und ausgeht. Damit das Auge das Flimmern, das dadurch entsteht, nicht sieht, hat man die Frequenz, mit der die Beleuchtung an- und ausgeht, einfach erhöht. So sieht es zwar das Auge nicht mehr bewusst, aber das vegetative Nervensystem nimmt es trotzdem wahr. In der Medizin gilt dieses Flimmern als möglicher Stressfaktor. Kommt da also politisch verordneter Stress auf uns zu?

Die ESL leuchten mit mehr Blauanteilen als die Glühbirnen. Und jetzt passen Sie auf! Man hat festgestellt, dass die Menschen im Durchschnitt um 3 Grad stärker einheizen, um das Kältegefühl, das durch die Blauanteile entsteht, zu kompensieren. Wie war das doch gleich wieder mit dem Energiesparen mit Hilfe der ESL? Ich habe gehört, dass die ESL deshalb zur Pflicht werden, weil damit Energie gespart werden soll. Ach ja! Vermutlich verwechsle ich da Stromsparen mit Heizenergie sparen. Wenn man Strom spart kann man ruhig mehr Heizenergie verbrauchen.

Die Farblichtverteilung der ESL ist ungünstiger als die der Glühbirne. Der hohe Blaulichtanteil gaukelt dem Menschen auch abends vor, dass es noch Tag ist. Die Glühbirne enthält dagegen wie das natürliche Abendlicht, mehr Rotanteile. Das veranlasst den Körper dazu, die Körperfunktionen abends auf Schlafenszeit umzuschalten. Lt. Öko-Test befürchten MedizinerInnen bei mehr Blauanteilen im Licht offensichtlich, dass die Melatonin-Produktion nicht so richtig in die Gänge kommen könnte, weil dem Körper gesagt wird: „Es ist Tag“. Welche Wirkungen der Blauanteil möglicherweise auf den Menschen haben könnte, weiß man noch nicht. Hier steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen.

Wer braucht heutzutage schon noch Melatonin? Melatonin ist u. a. zuständig für den Schlaf- und Wachrhythmus und für die Bekämpfung freier Radikale im Körper. Melatonin ist der stärkste freie Radikalenfänger, Vitamin C und E sind nichts dagegen. Die aggressiven Moleküle können Zellen entarten lassen. Das ist, wie wenn sich eine Meute hungriger Kampfhunde auf einen Menschen stürzen würde. Die Kampfhunde (die Radikale) stürzen sich auf den Menschen und beißen ein gesundes Stück Fleisch raus. Der Hund ist satt, der Mensch hat ein Problem. Deshalb braucht man Radikalenfänger, um die aggressiven Hunde in harmlose Teilchen umzuwandeln.

Weiter heißt es, dass die ESL beliebig oft an- und ausgeschaltet werden könnten, ohne dass sie dabei kaputt gingen. Die Technik wäre jetzt schon so weit, dass es den Lampen nichts mehr ausmacht, wenn sie oft geschaltet werden. Lesen Sie dazu folgendes Beispiel aus der Praxis und bilden Sie sich selbst ein Urteil: Einer meiner Kunden, ein Zahnarzt, hat mir folgendes erzählt: Im Treppenhaus des Gebäudes, in dem sich seine Praxis befindet, gibt es kein natürliches Tageslicht. Um dort Energiekosten zu sparen wurden ESL eingesetzt. Ab diesem Tag war es immer ziemlich duster, obwohl die gleiche Watt-Zahl verwendet worden war. Und es hat auch immer ziemlich lange gedauert, bis es heller geworden ist. Da mit der Praxis viel Publikumsverkehr im Treppenhaus ist, wird die Beleuchtung oft eingeschaltet. Die Leuchtmittel waren so oft kaputt, dass überhaupt kein Spareffekt entstanden ist, weil immer für teuren Nachschub gesorgt werden musste. Deshalb hat sich die Hausgemeinschaft dazu entschlossen, wieder Glühbirnen einzuschrauben.

Es gäbe noch vieles zu überlegen. Wer sich näher für dieses Thema interessiert kann das in der Zeitschrift „Öko-Test: Ratgeber Bauen, Wohnen und Renovieren Nr. N 0903“ nachlesen.

Wie ich damit umgehe? Ich schaffe einen Riesen-Vorrat an Glühbirnen an. Aus Überzeugung kommt mir keine ESL in den Lampenschirm.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Energiesparlampen gemacht? Und was ich noch interessanter finde: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem richtigen Entsorgen der kaputten ESL gemacht?


Montag, 26. Mai 2008

Wo findet man Mobilfunk-Sender?

Wer wissen will, wo es überall Mobilfunk-Sender gibt, sollte die Website der Bundesnetzagentur besuchen. Auf der Startseite findet man „EMF-Monitoring“. Hier kann man jeden Ort in Deutschland eingeben und dann wird angezeigt, wo sich in und um diesen Ort herum Mobilfunk-Sender befinden.

Das ist mir ins Auge gesprungen: Auf der Übersichtskarte sind die Mobilfunk-Sender in Deutschland grün dargestellt. Da wird mit Farbe manipuliert! Denn Grün gilt in der Farbpsychologie als Farbe des Lebens, der Geborgenheit, des Gesunden (denken Sie nur an grünes Gemüse oder Kräuter; Grün ist die Farbe der Natur; oder in der Werbung: soll suggeriert werden, dass etwas gesund ist, erhalten die Produkte grüne Verpackungen), grün wirkt beruhigend und sicher. Ein Schelm, wer bei der Darstellung der Übersichtskarte Böses denkt?


Sonntag, 4. Mai 2008

Handy oder Festnetz? Fluch oder Segen?

Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben zehn Prozent aller deutschen Haushalte keinen Festnetzanschluss mehr, sondern nur mehr ein Handy. Ist das nun ein Fluch oder ein Segen?

Wenn man zu einem Mobilfunksender günstig gelegen ist, kann es ein Segen sein, wenn die Handy-NutzerInnen kein Festnetz mehr haben. Denn viele Festnetz-NutzerInnen haben heutzutage ein schnurloses DECT-Telefon. Dessen Basis-Station sendet wie ein Mobilfunksender rund um die Uhr, auch wenn nicht telefoniert wird (mittlerweile gibt es auch solche, bei denen sich die Basisstation abschaltet, wenn das Handteil draufsteht – ist allerdings noch die Ausnahme). Und diese DECT-Funktechnik (die übrigens dieselbe ist wie beim Mobilfunk) durchdringt Wände (logisch, sonst könnte man nicht von verschiedenen Räumen oder vom Garten aus telefonieren).

Und so eine elektromagnetische Welle ist eigentlich ziemlich dumm: sie kann nicht unterscheiden, ob die Wand, die sie jetzt durchdringt, schon zur Nachbarwohnung führt oder noch dem/der DECT-EigentümerIn gehört. Dann also durchdringt sie die Wand und findet sich bei fremden Leuten wieder, obwohl die gar nichts damit zu tun haben wollen. Wenn also jemand ein DECT-Telefon hat, kann das im ungünstigen Fall sowohl für die / den BesitzerIn, als auch für die Nachbarn zu einer höheren Strahlenbelastung führen, als ein Mobilfunksender, zu dem man günstig gelegen ist.

Und dann kann da am Festnetzanschluss auch noch der WLAN-Router dranhängen, der ebenfalls ständig senden kann, wenn er nicht vom Stromnetz genommen wird. Und auch diese Technik ist die gleiche wie oben genannt und kann wieder alle Menschen in der Umgebung heimsuchen.

Andererseits ist zu bedenken, dass jedes Handy einen Mobilfunksender nach sich zieht, sonst kann es nicht arbeiten. Und wenn man zu einem solchen Sender ungünstig gelegen ist, könnte das was Wohlgefühl zu Hause auch beeinträchtigen. Wenn also mehr mit Mobiltelefonen (so heißen die Dinger offiziell) telefoniert wird, weil man auf den Festnetz-Anschluss verzichtet, braucht man vielleicht auch mehr Sendemasten. Womit man deren weiteren Ausbau fördert und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man zu einem solchen Sender ungünstig gelegen ist.

Wie man das auch dreht und wendet, irgendwie ist das alles nicht optimal. Am Besten ist es meiner Meinung nach, einen Festnetz-Anschluss mit einem Telefon ganz ohne Funktechnik zu betreiben (Achtung! DECT kann auch drin versteckt sein, ohne dass man es nutzt) und das Handy wirklich nur im lebensbedrohlichen Notfall zu benutzen, es sonst auszuschalten.


Freitag, 4. April 2008

Ein Aprilscherz?

Am 01. April war in der Zeitung zu lesen, dass ein Mann im Auto einen Herzinfarkt gehabt habe und seine Frau mit dem Handy den Notruf nicht habe absetzen können, weil sie die Vorwahl nicht gewusst habe. Sie wollte offensichtlich nicht die Notrufnummer 112 anrufen (an die hatte sie wohl nicht gedacht), sondern die Rettungsleitstelle. Aber für diese muss man eben die Vorwahl wissen. Sie wählte daraufhin die Nummer der Feuerwehr. Glücklicherweise ging alles gut, weil „zufällig“ sehr viele kompetente HelferInnen in der Nähe unterwegs waren (das machte mich stutzig, wegen dem 1. April).

Wie dem auch sei, bis heute habe ich kein Dementi in der PNP gelesen, so dass ich davon ausgehe, dass es kein Aprilscherz war. Andererseits... Wer würde schon mit so was einen Scherz treiben?

Ich frage mich, wenn das wirklich so ist, wenn einem also im Notfall die Notfall-Nummer nicht einfällt und man für die Nummer der Rettungsleitstelle die Vorwahl braucht und dazu aber die Vorwahl nicht weiß, weil man vielleicht gerade nicht in „heimischen Gefilden“ unterwegs ist, wird dann das Argument „Ich brauche das Handy für den lebendbedrohlichen Notfall“ nicht zum Schein-Argument?
Quelle: Passau Neue Presse



Mittwoch, 26. März 2008

Der Handy-Mast und sein Versteck

Da sucht jemand ein Haus ohne Sichtkontakt zu einem Mobilfunksender. So war es in unserer Tageszeitung zu lesen.

Bloß weil man einen Sender nicht sieht, heißt das nicht, dass da keiner ist. In Egg (Landkreis Deggendorf) beispielsweise könnte der von außen nicht sichtbar im Turm vom Schloss Egg versteckt sein. (Die DZ berichtete über den Plan, dort einen reinzubauen).

Da zieht man dann also in das Haus ein, glücklich, keinen Sender in Sichtkontakt zu haben und dann das...! Deshalb kann ich wieder nur meinen Ausbilder zur Elektrobiologoin, Wulf-Dietrich Rose zitieren: „Messen, messen, messen!“ Erst dann weiß man, was da an Strahlung vorhanden ist.
Quelle: Deggendorf. Zeitung


Dienstag, 19. Februar 2008

Strom und Elektrosmog sparen!

Es ist noch nicht lange her, da ging die Meldung durch die Presse, dass man zum Stromsparen nicht nur den Stand-by-Betrieb ausschalten soll, sondern auch noch den Stecker aus der Steckdose ziehen oder eine schaltbare Steckdosenleiste verwenden soll.

Warum reicht es nicht, den Stand-by-Knopf auszumachen? Weil im ungünstigsten Fall trotzdem der Strom munter drauf los fließt (korrekt: alles unter Spannung steht) und damit Strom verbraucht und Elektrosmog produziert wird. Das geht so:

Zieht man den Stecker aus der Steckdose, trennt man das Gerät von der Stromversorgung. Da kann dann kein Strom mehr durch das Kabel und in das Gerät fließen. Und wenn kein Strom mehr „fließt“, kann der Stromzähler nicht rattern. Leuchtet ein. Schwieriger wird es schon bei der Steckdosenleiste. Ist die nämlich einpolig geschaltet und steckt der Stecker falsch herum in der Steckdose, „fließt“ der Strom trotzdem munter durch die Gegend.

Ich erkläre erst mal, was einpolig bedeutet. Jedes Stromkabel hat zwei Drähte: einen Hin- und einen Rückleiter. Der Hinleiter transportiert den Strom von der Steckdose in der Wand durch das Kabel zum Gerät (Fernseher, Steckdosenleiste usw.) und der Rückleiter transportiert ihn vom Gerät zurück in die Steckdose, also in das Stromnetz. Habe ich einen Schalter, der einpolig schaltet, heißt das, der Schalter trennt den Hinleiter und damit unterbricht er den Stromfluss. Man kann sich das so vorstellen, dass der Draht durchtrennt wird. Dass der Stromfluss rechtzeitig unterbrochen wird, funktioniert aber nur dann, wenn der Stecker auch richtig in der Steckdose drin steckt. D. h., wenn der Hinleiter des Gerätekabels in der Steckdose mit dem Hinleiter des Kabels in der Wand verbunden ist. Dann fließt der Strom aus der Steckdose in das Gerätekabel bis zu der Stelle, wo der Unterbrecher ist und wird dort gestoppt, bevor er das Gerät erreicht hat. Und schon ist das Gerät „tot“. Steckt der Gerätestecker anders herum in der Steckdose passiert folgendes: Der Strom aus der Steckdose fließt in den nicht unterbrochenen Draht, fließt durch das ganze Kabel, fließt dann durch das Elektrogerät und dann fließt er auf dem Rückweg zurück in das Stromnetz in dem anderen Draht bis zu der vom Schalter hervorgerufenen Unterbrechung. Da endet dann der „Stromfluss“. Das ist reichlich spät, denn bis dahin hat er schon eine lange Wegstrecke zurückgelegt Strom verbraucht und möglicherweise Elektrosmog produziert.

Die Schalter, die zweipolig schalten, durchtrennen beide Drähte, den Hin- und den Rückleiter, egal ob der Stecker richtig oder falsch herum in der Steckdose steckt. (Das ist für das Maß von Elektrosmog nicht egal, aber für diesen Fall schon). Das gewährleistet, dass die Kabel und Geräte auf alle Fälle ab dem Schalter vom Stromnetz getrennt sind, eben so, als ob man den Stecker ziehen würde.
Quelle: Deggendorf. Zeitung



Freitag, 7. Dezember 2007

Von drauß vom Walde komm ich her...

Nach jahrelangem Suchen habe ich endlich ein überzeugendes Beispiel für den so gerne zitierten Notfall (Autounfall oder –panne) gefunden, der oft als Grund für die Nutzung eines Handys angegeben wird: Der Nikolauseinsatz!

Wie? Sie können sich da den Notfall, bei dem es um Leben oder Tod geht, nicht vorstellen? Dann sollten Sie sich mal das Notfall-Argument des Koordinators für den Einsatz der Nikolaus-Teams einer Kolpingfamilie anhören. Der Koordinator meint, dass die Nikolaus-Teams ein Handy bräuchten, da sie erreichbar sein müssten. Denn es könnte ja mal etwas dazwischen kommen.

Ich zäume dieses Argumentations-Pferd deshalb mal von hinten (chronologisch gesehen) auf: In den „Vor-Handy-Zeiten“ war die Erreichbarkeit der Nikoläuse (was ist eigentlich der Plural von `Nikolaus`?) nicht sicher gestellt. Deshalb konnten keine Nikoläuse losgeschickt werden. Denn schließlich wären sie ohne Handy nicht erreichbar gewesen. Und wer weiß, was alles hätte passieren können, wenn etwas dazwischen gekommen wäre... Ich stelle mir das richtig gruselig vor.

Ich weiß sicher, dass trotz dieser technisch widrigen Umstände die Nikolaus-Männer und -Frauen auch früher schon zu Besuch bei den Kindern waren. Wie sie das wohl so ganz ohne Mobilfunk auf die Reihe bekommen haben?
Quelle: Passau. Neue Presse



Mittwoch, 5. Dezember 2007

Tinnitus auf dem Vormarsch

Etwa 8 % der Erwachsenen in Deutschland würden an Tinnitus (Ohrgeräusche) leiden. Bei den bis zu 30-jährigen seien es etwa 5 %. Tendenz steigend. Als Ursachen werden Stress, Hörsturz, Lärm und vieles mehr vermutet. Das habe ich in der Werbung eines HNO-Arztes gelesen.

Vielleicht ist ein möglicher Mitverursacher die zunehmende Nutzung von Handys und schnurlosen DECT-Telefonen? Bei der Benutzung eines Handys oder eines DECT-Telefons wird ein Teil der Strahlung im Körper/Kopf in Wärme umgewandelt. Prof. Bernhard (ehemals Leiter des privaten INRICP-Vereins) äußerte schon vor langem, dass die Strahlung im Kopf zu einer räumlich eng begrenzten Temperaturerhöhung führen und diese dann Höreffekte hervorrufen kann.

Folglich könnte das mobile Telefonieren neben der Erwärmung noch andere Auswirkungen hervorbringen. Trotzdem beziehen sich Grenzwerte immer nur auf die Erwärmung des Körpers. D.h. es soll verhindert werden, dass der Mensch künstlich (durch das Telefonieren) Fieber bekommt. Die Grenzwerte verstehe, wer will. Übrigens gibt u.a. die INRICP Empfehlungen für die Grenzwerte ab.

Vielleicht steigt die Zahl der Tinnitus-Geplagten deshalb, weil immer häufiger diese Art der Telefone genutzt wird?



Sonntag, 18. November 2007

Mobil telefonieren um jeden Preis?

Das Magazin „Report“ der ARD hat im Beitrag „Bei Anruf Hirntumor?“ am 29.10.2007 eine Warnung der Europäischen Umweltagentur aufgegriffen, nach der ausdrücklich vor Gesundheitsgefahren durch Handys gewarnt wird. Deshalb fordert sie die Senkung der Grenzwerte.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS, das sind die, die den Menschen vor gefährlichen Strahlen schützen sollen) schreibt dazu auf seiner Website, dass es derzeit keinen Anlass gebe, die Grenzwerte zu ändern. Da aber Hinweise auf mögliche gesundheitliche Risiken noch nicht vollständig ausgeräumt werden könnten (wie auch? Mein Ausbilder zur Elektrobiologin, Wulf-Dietrich Rose, hat als Einzelperson genau mit dieser Argumentation einen Prozess bis vor die letzte Gerichtsinstanz in Österreich gegen ein österreichisches Mobilfunkunternehmen gewonnen), empfehlen sie weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit dem Mobilfunk.

Ich möchte die genannten Vorsorgehinweise um meine Vorsorge-Sicht ergänzen:
Das BfS empfiehlt, wenn möglich, anstatt mit dem Handy mit dem Festnetz zu telefonieren. Das hat meiner Meinung nach aber nur Sinn, wenn man kein schnurloses (Funk-)Telefon verwendet. Sonst treiben Sie den Teufel mit dem Beelzebub aus. Verwenden Sie z. B. ein modernes nach dem DECT-Standard, bestrahlen Sie sich mit derselben (gepulsten) Technik, wie wenn Sie mit dem Handy telefonieren würden. Auch wenn „nach dem aktuellen Wissensstand die DECT-Technik nicht als gesundheitlich gefährdend eingestuft wird...“ (Zit. BfS)

Weiter sollten nach Meinung des BfS Handytelefonate kurz gehalten werden.
Was heißt kurz? „Kurz“ ist meiner Meinung nach viel zu pauschal, weil jeder Mensch anders reagiert. Als Vergleich nehme ich zwei BäckerInnen in ein und demselben Betrieb: der/die eine bekommt eine Mehlstauballergie, der/die andere nicht, obwohl sie beide dasselbe Mehl verwenden und gleich viel Zeit in den Mehlstaubwolken verbringen.

Bei schlechtem Empfang sollte möglichst nicht telefoniert werden, weil sich die Sendeleistung sonst erhöhen kann. Wie ist der schlechte Empfang definiert? Ab welchen Strahlenwerten der wohl beginnt?

Dann wird noch empfohlen, Handys mit niedrigen SAR-Werten, sog. strahlungsarme zu benutzen. Mit dem SAR-Wert will man die Strahlungsenergie, die im menschlichen Gewebe in Wärme umgewandelt wird, begrenzen. Bei dieser Empfehlung wird ganz vergessen, dass sich der SAR-Wert wie der Grenzwert wieder nur auf die mögliche Erwärmung des Körpers bezieht (übersteigert gesagt, man soll nicht verbrennen). Es gibt aber viele wissenschaftliche Hinweise, dass unterhalb der Erwärmung Effekte im Körper auftreten können. Das war ja der Grund für die Warnung der EU-Umweltagentur.

Die Empfehlung „Nutzen Sie Head-Sets... Der Kopf ist dadurch beim Telefonieren geringeren Feldern ausgesetzt“ ist meiner Meinung nach ebenfalls ergänzungswürdig. Das Kabel des Head-Sets, wenn es denn nicht Ferrit-ummantelt ist, kann selber als Antenne wirken und dann die Strahlung direkt bis zum Knopf im Ohr leiten. Dort muss die Strahlung auch nicht mehr den Schädelknochen überwinden, sondern kann direkt ins Hirn weitergeleitet werden. Das kann dann lt. dem Baubiologen Maes im Kopf mehr Belastung verursachen, als das Telefon selbst. Am Knopf im Ohr kommt zwar nur ein Teil der ursprünglichen Strahlung an, aber da sind wir wieder bei dem Thema, ab wann es 100 % ungefährlich wird?

Zu guter Letzt empfiehlt das BfS, die SMS-Möglichkeiten zu nutzen, weil man dann das Handy nicht am Kopf halten muss. Wenn ich die Leute beim SMS-verschicken beobachte, dann halten die das Handy meist auf Magen-Bauch-Höhe und zwar körpernah! Folge ich der o.g. Empfehlung, frage ich mich, wer sagt, dass die Bestrahlung dieser Organe gesünder ist? Schließlich können „die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Risiken (Anm.: durch Mobilfunk) noch nicht vollständig ausgeräumt werden.“ heißt es beim BfS. Da steht nicht geschrieben, dass sich die möglichen gesundheitlichen Risiken nur auf das Gehirn beschränken.



Montag, 3. September 2007

BeifahrerInnen und Handys erhöhen das Unfallrisiko

Wenn man jemanden im Auto mitnimmt, erhöht sich das Unfallrisiko um 60 %. Das habe eine australische Forscherin herausgefunden, berichtete die Deggendorfer Zeitung. Beim Telefonieren mit dem Handy erhöhe sich das Risiko um 400 %. Die Forschungsgruppe führt das auf Ablenkung zurück. Sie kommen zu dem Schluss, dass sich das Mitnehmen von Menschen aber stärker auswirken dürfte, da dies häufiger vorkomme, als das Telefonieren während des Fahrens. Tja, das Telefonieren kommt zwar vermutlich nicht so häufig vor, aber die betriebsbereiten Handys senden auch immer wieder auf der Suche nach der nächsten Basisstation! Da könnte man fast denken, dass man mehr „telefoniert“ als BeifahrerInnen mitnimmt.

Zurück zur Forschung: Wenn man davon ausgeht, dass die Ursache für die Unfallgefahr einfach auf der durch das Gespräch bedingten Ablenkung beruht, dann kann man schon zu dem Ergebnis kommen, dass Unfälle mit BeifahrerInnen in der Summe höher sind, als die mit dem Telefonat während des Fahrens, weil die Summe der durch die BeifahrerInnen bedingten Ablenkung höher ist. Ich denke da allerdings noch in eine andere Richtung.

Bedenkt man, dass Dr. Lebrecht v. Klitzing herausgefunden hat, dass Handystrahlung ab 1000 Mikrowatt/qm die Gehirnwellen verändern kann und dass Verhalten durch Gehirnwellenänderung beeinflusst werden kann (letzteres kennt man aus der Psychiatrie), dann komme ich zu dem Schluss, dass die Unfallgefahr bei der Handynutzung nicht nur durch Ablenkung, sondern auch durch mögliche biologischen Effekte (die nicht anerkannt werden, weil deren Ursache-Wirkungs-Prinzip noch nicht verstanden wird) der Handy-Nutzung hervorgerufen werden könnte. Das Handy, das immer wieder sendet, wenn es Kontakt zur Basisstation aufnimmt, dürfte auf die Gehirnströme denselben Effekt haben wie das Telefonieren selbst.

Studien in Kanada, USA, Deutschland und England haben gezeigt, dass Menschen, die während der Fahrt mit dem Handy telefonierten, um 30 % langsamer reagierten als alkoholisierte Menschen! Telefonierende Menschen verursachten bis zu 30 % mehr Spur- und Bremsfehler, hätten ein bis zu 5,9-fach höheres Kollisionsrisiko, hätten Schwierigkeiten, den Sicherheitsabstand einzuhalten als die Kontrollgruppen ohne Handyeinfluss. Einige Studien sehen in dem Ergebnis wieder das Problem der Ablenkung, Prof. Lamble jedoch führt dies auf verminderte Aufnahmefähigkeit, Konzentrationsschwäche und die Reaktionszeitverlängerung zurück.

Ablenkung während des Telefonierens mag ein Aspekt sein, der Einfluss des Elektrosmogs sollte meiner Meinung nach jedoch nicht außer Acht gelassen werden!



Mittwoch, 29. August 2007

Das Solarium in der Kritik!

Gestern habe ich im Fernsehen im ZDF einen Bericht über ein potentielles gesundheitliches Risiko bei der Solariumsnutzung gesehen. Da ging es um eine 4-fache Steigerung der Hautkrebsrate seit 1980. Die eingeblendete Statistikkurve zeigte einen sprunghaften Anstieg seit den 90-er Jahren. Als Ursache wurde eine nicht fachgerechte und zu häufige Nutzung von Solarien vermutet und die damit verbundene UV-Strahlung. Das könnte ein Aspekt sein.

Aber was ist damit? Könnte hier nicht auch Elektrosmog erheblichen Einfluss auf die Erhöhung der Krebsrate haben? Der Baubiologe Wolfgang Maes schreibt in seinem Buch „Stress durch Strom und Strahlung“, dass er in Solarien Elektrosmog gemessen habe. Da hat die kapazitive Körperankopplungsspannung (ist wissenschaftlich keine anerkannte Messung, zeigt an, wie stark ein Mensch unter Spannung steht, wenn er sich in einem elektrischen Feld befindet) schon mal 15 000 mV ergeben. Zum Vergleich der Vorsorge-Grenzwert der IGEF (Internationale Gesellschaft für Elektrosmogforschung) für tagsüber: 500 mV.

Das magnetische Wechselfeld habe lt. Maes je nach Solarium zwischen 500 und 30 000 nT betragen. Zum Vergleich wieder der Vorsorgewert der IGEF für tagsüber: 50 nT. Oder der Vergleich mit der weltweit gültigen und allseits bekannten TCO-Norm für Bildschirmarbeitsplätze: 200 nT.

Ich denke, dass Elektrosmog, Solarium und Krebsgeschehen deshalb in keinen Zusammenhang gebracht werden, weil die rechtlich verbindlichen Grenzwerte (GW) für magnetische Wechselfelder 100 000 nT betragen (allerdings nur für ortsfeste, öffentliche Anlagen wie Hochspannungsleitungen, Trafostationen usw.) und diese eingehalten werden. Dieser GW gilt nicht für elektrische Geräte zu Hause, am Arbeitsplatz... Zieht man deshalb andere offizielle Empfehlungen wie die der elektrotechnischen Kommission (DIN/VDE) heran, kommt man für die Bevölkerung auf einen Grenzwert von 400 000 nT. Also werden die GWe bei den Solarien auch hier unterschritten. Na ja, die GWe (wie sie zustande kommen, wer sie empfiehlt, worauf sie sich beziehen usw.) sind in einschlägigen Fachkreisen heftig umstritten.

Die offiziellen Grenzwerte werden also scheinbar eingehalten. Was ist aber dann davon zu halten, dass selbst die WHO davon spricht, dass magnetische Wechselfelder ab 300 nT ein potenzielles Krebsrisiko darstellen können?



Samstag, 11. August 2007

Elektrosmog durch WLAN und Bluetooth

WLAN und Bluetooth sind wie Mobilfunk und DECT-Telefone gepulste Funkstrahlen. Auch hier müssen bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Die werden üblicherweise immer eingehalten.

Zum Thema WLAN und Bluetooth hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit Stand vom 18.07.2006 auf seiner Website folgenden Text:
„Werden die Grenzwerte eingehalten, gibt es nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder gesundheitliche Risiken verursachen...“

Auf der gleichen Seite der BfS steht dann ein paar Zeilen weiter noch folgendes zu Vorsorge und Empfehlungen:
„Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, die persönliche Strahlenbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu reduzieren, um etwaige gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten:

Bevorzugen Sie herkömmliche Kabelverbindungen, wenn auf den Einsatz von WLAN und Bluetooth verzichtet werden kann. Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig aufhalten, z. B. am Arbeitsplatz.“
Was jetzt? Wenn keine gesundheitlichen Risiken bestehen, warum sollte man dann, um gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten, auf W-LAN und Bluetooth verzichten? Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich „am aktuellen Stand der Wissenschaft“ etwas ändert. Auf das wird wohl Bezug genommen.

Was sollte man noch wissen? Selbst wenn Sie zu Hause auf die o. g. Technik verzichten, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht damit bestrahlt werden. Schließlich kann Ihr Wohnungsnachbar diese Technik haben. W-LAN und Bluetooth haben eine Reichweite zwischen 10 und 100 Metern.

Funkstrahlen durchdringen Wände und können sich damit aus der Nachbarwohnung in Ihr Wohn- oder Schlafzimmer schleichen. Auch wenn Ihr Nachbar kein W-LAN benutzt, aber einen Rechner mit einer W-LAN-Ausstattung hat, kann das funken, wenn die Funkkarte nicht ausgeschaltet ist.

Sollten Sie also schlecht schlafen oder sich in Ihrer Wohnung nicht (mehr) wohlfühlen, fragen Sie in Ihre Nachbarn nach DECT-Telefonen, WLAN oder Bluetooth! Vielleicht tun sich da Abgründe auf!



Mittwoch, 18. Juli 2007

Eine bahnbrechende Methode?

Als Feng-Shui-Beraterin hält man immer die Augen offen auf der Suche nach Anregungen, wie man die persönliche Umgebung verbessern kann. Gestern bin auf eine außergewöhnliche Methode gestoßen

:

Die dpa meldete, dass ein Mann in Sydney mit einem gestohlenen Panzer u. a. 7 Handy-Masten umgefahren habe. Hintergrund für diese Tat sei seine Überzeugung, dass ihn die Strahlung der Mobilfunksender mental krank mache.

Was mit „mental krank machen“ gemeint ist, bleibt offen. Ich phantasiere mal: „mental“ bedeutet „den Geist betreffend“. In diesem Zusammenhang könnte die Neurologie der Ausgangspunkt sein: Der Zusammenhang von Gehirn und geistigen Fähigkeiten wie Denken, Wahrnehmung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Erinnerung usw.

Was könnte mit dem Mann losgewesen sein? Vielleicht ist er elektrosensibel? Elektrosensibilität muss man sich wie eine Allergie auf verschiedene Frequenzen vorstellen (z. B. Haushaltsstrom, Funktechnologie). Wie bei einer Gräserallergie reagiert nicht jeder Mensch auf das gleiche Produkt, hier: die gleiche Frequenz. Und die allergische Reaktion ist auch keine laufende Nase, sondern kann eines der folgenden Symptome sein: Benommenheit, Schwindel, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Stressgefühle, Unwohlsein, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder anderes. Diese und andere Befindlichkeitsstörungen werden von internationalen Studien beschrieben, die sich mit Menschen beschäftigt haben, die auf alltagstypischen Elektrosmog besonders sensibel reagieren. (Der Mensch kann, muss aber nicht reagieren).

Man könnte jetzt behaupten, der Mann müsse psychisch krank sein, wenn er das macht. Aber die Schweizer Studie NEMESIS belegt, dass elektrosensible Menschen keine psychischen oder psychosomatischen Auffälligkeiten zeigen! Im Ergebnis belegen viele Forschungsergebnisse zudem, dass es Elektrosensibilität gibt und nicht bloße Einbildung ist.

Unser Mann litt vielleicht an einigen der genannten Befindlichkeitsstörungen und hat aus purer Verzweiflung zu diesen drastischen Maßnahmen gegriffen (ob das ein Mittel erster Wahl ist, soll hier nicht diskutiert werden). Immerhin werden in Deutschland 6 % der Bevölkerung als elektrosensibel eingestuft, Tendenz steigend und die Dunkelziffer nicht mitgerechnet! Problem ist, dass diese Menschen oft belächelt, als psychisch krank oder zumindest psychosomatisch auffällig hingestellt werden. In Anbetracht der Studienergebnisse sollte man Elektrosensibilität allerdings ernst nehmen!

Bleibt immer noch die Frage, was man gegen Elektrosmog tun kann - außer mit einem Panzer die Mobilfunksender umzufahren? (Zur Nachahmung nicht empfohlen!). Man kann etwas dagegen tun! Das würde hier allerdings zu weit führen.



Sonntag, 8. Juli 2007

Nationalpark und Mobilfunk

Wir haben einen Ausflug ins neu eröffnete Nationalpark-Informationszentrum mit Tierfreigehege in Ludwigsthal bei Zwiesel (Bayerischer Wald) gemacht. Im Gehege der Auerochsen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Wildpferden steht mitten auf der Wiese ein Mobilfunksender.

Das erinnert ich mich an eine bayerisch-hessische Rinderstudie Ende der 90-iger Jahre. Es wurde untersucht, ob und wie unter Einfluss von Mobilfunkstrahlung sich Gesundheit und Verhalten der Rinder verändert. Im Ergebnis sei nach Dr. Scheiner ein 3,2- bis 16-fachen Missgeburtenrisiko festgestellt worden! (zit. nach Dr. Scheiner: Mobilfunk – die verkaufte Gesundheit, 2. Aufl., 2006). Ob der Nationalpark wohl eine (Fehl- und Miss-) Geburtenstatistik der Tiere herausgibt? Ich werde die Entwicklung der Population beobachten.



Mittwoch, 20. Juni 2007

Buchtipp

Hier ist ein Buchtipp zum Thema „Elektrosmog“:
Dr. med. Hans-Christoph Scheiner: Mobilfunk - Die verkaufte Gesundheit, erschienen im Michaels-Verlag.

Dr. Scheiner beschreibt die Wirkung von hochfrequenter Strahlung (nicht nur Mobilfunk, sondern auch schnurlose DECT-Telefone gehören dazu!) auf den Menschen. Dabei stützt er sich stets auf Studienergebnisse. Diese Ergebnisse bringt er in einen medizinischen Zusammenhang, so dass nachvollziehbar wird, warum der Mensch auf unterschiedliche elektromagnetische Felder mit Gesundheitsbeschwerden reagieren kann.

Detailliert erklärt er, warum betreiberfinanzierte Gegenstudien oft völlig andere, „harmlose“ Ergebnisse bringen. Ein kleines Kapitel beschäftigt sich zum Schluss noch mit der Frage, was man bei Strahlenbelastung tun kann.

Ich habe das Buch in ein paar Tagen verschlungen. Es ist spannender als mancher Krimi. Ein sehr kritisches Buch! Allerdings für den medizinischen Laien vielleicht nicht leicht zu lesen.



Freitag, 20. April 2007

Kopfschmerzen ade!

Meine Schwester Christina hat mir erzählt, dass sie im Haus ihres Freundes immer Kopfschmerzen bekommt. Da dachte ich mir, dass das nur am Haus liegen kann. Deshalb habe ich mein Handwerkszeug (LoPan für Feng-Shui-Kompass-Messung, technische Messgeräte für die Überprüfung von Elektrosmog und Ruten zum Suchen von Erdenergien) zusammengepackt, bin zu diesem Haus gefahren und habe gesucht.

Was mir als beim Betreten des Schlafzimmers als Erstes aufgefallen ist, war die extrem niedrige und steile Dachschräge über dem Bett. So eine Dachschräge führt zu einem energetischen Ungleichgewicht im Raum. Das größte Gewicht lastet auf dem niedrigen Raumteil, wirkt „nieder-drückend“. Das Betthaupt war an der niedrigen Wand und da nimmt das Unterbewusstsein das „Nieder-drücken“ noch stärker als Gefahr wahr. Es ist, als ob man immer befürchten müsste, dass die Decke runterkommt. Wer kann schon eine Zimmerdecke tragen, ohne von ihr erdrückt zu werden? Die Decke über dem Kopf wirkt also bedrohlich. Dabei soll ein Schlafplatz Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Die offen liegenden Deckenbalken verstärken das Gefühl des Be-drückens und der Enge noch. Balken tragen normalerweise statische Lasten. Von ihnen geht ein Druck nach unten aus. Liegt man direkt unter einem Balken, nimmt man diesen Druck ebenfalls als Bedrohung wahr. Je näher die Balken am Körper sind, desto stärker fühlt man die Last und damit die Bedrohung. Ich stelle mir das vor wie in einer Folterkammer, wo man auf einer Streckbank festgezurrt ist und von oben langsam ein mit einem Stein beschwertes Brett herunter kommt. Je weiter unten es ist, desto größer wird der Druck auf die Brust.

Wir haben meinen Vorschlag, das Bett an eine höhere Wand zu stellen, diskutiert. Dazu war es nötig, einen großen Schrank abzubauen und woanders einen Platz zu finden. Das ist dann natürlich eine Frage der Prioriät: sollen sich Schrank oder BewohnerInnen in diesem Raum wohlfühlen? Da die beiden für Veränderungen offen waren, haben wir für den Schrank einen Platz in einem anderen Zimmer gefunden. In die Diskussion flossen auch Gedanken über mögliche Stromleitungen und über Wasseradern ein.

Unter den Kanten der auch weiter vom Bett entfernten Deckenbalken kann Unruhe entstehen. Das kann zu unruhigem Schlaf führen. Um dies zu unterbinden sollte über dem Bett ein luftig-leichter Stoff-Baldachin gespannt werden. Die Farbe ergibt sich erst durch weitere Feng-Shui-Berechnungen. Die Balken führen längs über das Bett, was energetisch wie eine Trennwand zwischen dem Paar wirkt. Das ist ein weiterer Grund für einen „Stoffhimmel“.

Als nächstes habe ich mit der Rute das Schlafzimmer ausgemutet. Man sagt dazu muten. Das kommt von „ver-muten“. Auf Kopfhöhe in der Mitte des Bettes gab es eine Wasserader. Das könnte ein möglicher Verursacher für die Kopfschmerzen sein. Ich habe dann auch gleich noch den besseren Schlafplatz im Raum ausgemutet und wieder war das an der bereits vorgeschlagenen Wand.

Dann habe ich den Schlafplatz auf Elektrosmog hin untersucht. Es gab ein sehr schwaches Signal vom W-LAN-Router ein Stockwerk tiefer. Beide hatten behauptet, der Computer sei aus und deshalb könne da gar nichts funken. Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und den Router vom Stromnetz genommen: das Funk-Signal war dann weg. Was hier gesendet hatte, war nicht der Rechner, sondern der Router. Das Signal war zwar sehr schwach, aber warum nicht ausschalten, wenn es so einfach machbar ist, sich von einem künstlich erzeugten Signal zu befreien?

Dann gab es noch ein sehr schwaches Signal vom schnurlosen DECT-Telefon. Auch hier haben wir probeweise den Stromstecker gezogen und weg war das Signal. Nachdem sie sich nicht dazu entschließen konnten, auf das schnurlose Telefon zu verzichten, habe ich empfohlen, wenigstens nachts den Stromstecker zu ziehen und damit den Dauer-Sender zu Gunsten eines reizarmen Schlafplatzes auszumachen.

Dann gab es noch ein Signal von einem Mobilfunksender außerhalb des Hauses. Da auch dieses Signal sehr schwach war und eine Reduzierung mit größerem Aufwand verbunden gewesen wäre, habe ich vorgeschlagen, erst mal die anderen Störquellen im Haus zu eliminieren. Wenn das nicht hilft, kann man die Strahlen von außen immer noch technisch abschirmen.

Dann haben wir noch die niederfrequenten Felder gemessen. Das Magnetfeld war sehr gering. Bei sehr empfindlichen Menschen könnte man allerdings über eine (aufwändige) Reduzierung nachdenken. Aber mein Motto ist: erst einmal die einfach umzusetzenden Maßnahmen ausprobieren und schauen, was dann passiert. Das durch Bahnstrom (andere Frequenz) verursachte Feld konnte auch vernachlässigt werden.

Dann haben wir gemessen, „wie viel Strom im Körper fließt“, wenn sich der Mensch in ein elektrisches Wechselfeld begibt (stimmt so nicht ganz, die Körperstromdichte könnte man nur mit Hilfe einer Operation messen; es heißt kapazitive Körperankopplungsspannung – da fallen mir schon beim Schreiben die Finger ab - ). Da misst man, wie stark der Körper an das elektrische Feld andockt und wie hoch die Körperspannung dann ist, wenn er sich in einem elektrischen Feld befindet. Dieser Messwert war weit über den elektrobiologischen Vorsorgewerten der IGEF. Das ist die Gesellschaft nach deren Vorsorgewerten ich arbeite. (Die Vorsorgewerte haben nichts mit den offiziellen Grenzwerten zu tun.) Verursacher für den hohen Wert war der Radiowecker. Ich habe empfohlen, ihn durch einen Reise-Wecker (ohne Sekundenzeiger) zu ersetzen. Ohne Radiowecker war der Vorsorgewert noch geringfügig erhöht. Man könnte (hier! in dieser Situation) einen Netzfreischalter einbauen womit man sich quasi von der Stromversorgung trennt. Das ist nämlich so: Stellen wir uns ein Stromkabel vor. Dieses Kabel liegt nicht irgendwo im Keller als Abschnitt mit zwei losen Enden rum, sondern ist im Haus verlegt und an das Stromnetz angeschlossen. Da kommt dann Strom raus. Man merkt das daran, dass man ein Elektrogerät zum Laufen bringt. Dieser Strom in den Leitungen in der Wand ist auch dann da, wenn kein Gerät an die Steckdose angesteckt ist. Und weil das so ist, befindet sich um das Kabel herum ein elektrisches Feld. Und in dieses Feld kann der Mensch eintauchen. Mit einem Netzfreischalter tut man so, als ob man nicht am Stromnetz hängen würde. Das Kabel steht dann nicht mehr unter „Strom“ (Spannung) und damit ist auch kein elektrisches Feld mehr da. Aber wie gesagt, erst mal das umsetzen, was einfach umzusetzen ist.

Tina hat mir später folgendes berichtet: „Als Erstes habe ich den Radiowecker entfernt. Im Nu waren die Kopfschmerzen weg.“

Das Bett ist zwischenzeitlich auch umgestellt. Zitat Tina: „Das Schlafzimmer wirkt jetzt viel luftiger.“ Weitere Feng-Shui-Empfehlungen, wie „was kann ich tun, wenn der Kopf beim Schlafen in eine ungünstige Himmelsrichtung zeigt?“ oder „was tun, wenn sich das Schlafzimmer in einer ungünstigen Himmelsrichtung befindet?“ können noch nicht gemacht werden, weil mir dazu noch Angaben zum Grundriss des Hauses fehlen.

Und selbstverständlich ersetzt bei Gesundheitsbeschwerden eine radiästhetische, elektrobiologische oder Feng-Shui-Untersuchung wie oben beschrieben, keinen Arztbesuch!



Sonntag, 18. März 2007

Energiesparlampen oder doch Glühlampen?

Der Klimawandel ist im Gespräch. Um ihn aufzuhalten, werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Die Deutsche Umwelthilfe hat vorgeschlagen, Glühlampen zu verbieten und durch Energiesparlampen zu ersetzen. Glühlampen verbrauchen nämlich viel Strom, bringen aber nur eine geringe Lichtausbeute.

Das klingt zunächst ganz vernünftig, berücksichtigt aber meiner Meinung nach den wichtigen Aspekt des Elektrosmogs nicht. (Klar. Schließlich gibt es „Elektrosmog“ offiziell und wissenschaftlich nicht.) Im Gegensatz zu Glühlampen produzieren manche Energiesparlampen viel mehr Elektrosmog rund um die Lampe. Deshalb empfiehlt es sich, Energiesparlampen nicht dort einzusetzen, wo man nah dran ist wie z. B. am Esstisch, wo die Lampen üblicherweise fast auf Kopfhöhe hängen oder am Nachttischchen. Energiesparlampen können z. B. im Flur oder im Wohnzimmer zur Beleuchtung einer vom Sitzplatz weit entfernten Ecke verwendet werden.

Übrigens: Glühlampen dürfen über den Restmüll entsorgt werden, Energiesparlampen nicht, denn diese enthalten Quecksilber. Sie müssen deshalb als Sondermüll entsorgt werden. Wieviel Energiesparlampen landen schon heute im Restmüll und welche Umweltschäden werden dadurch verursacht? Und wie viel Energie kostet es, die Energiesparlampen als Sondermüll zu entsorgen? Beißt sich da die Katze in den Schwanz? Aber das sind jetzt weitergehende Fragen, die jetzt nichts mehr mit meinem eigentlichen Thema „Elektrosmog“ zu tun haben.



Donnerstag, 01.02.2007

Ist das Telefonieren mit dem Handy im Auto o.k.?

Das Oberlandesgericht Bamberg hat ein Urteil erlassen, wonach man im Auto an einer roten Ampel bei ausgeschaltetem Motor mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefonieren darf. Die Konzentration auf den Verkehr ist ein Grund, während des Fahrens nicht mit dem Handy am Ohr zu telefonieren, aber was ist mit der gesundheitlichen Seite? Darüber streitet sich die Wissenschaft.

Unabhängig von den Studien-Ergebnissen zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Strahlen auf Menschen sollte man folgendes wissen:

Die Metallteile des Autos wirken auf die elektromagnetischen Strahlen wie ein Faraday´scher Käfig und auf den spiegelnden Oberflächen der Scheiben nehmen die Strahlen quasi-optische Eigenschaften an und können umgelenkt werden. D. h. die Strahlen springen im Auto wie bei einem Ping-Pong-Spiel hin und her, die Strahlenbelastung kann steigen. Um Gesundheitsvorsorge zu betreiben sollte deshalb im Auto überhaupt nicht telefoniert werden.

Noch etwas sollte man wissen: Ein eingeschaltetes Handy ist immer mit einem Mobilfunksender verbunden. Sobald das Signal vom Handy zum Sender abnimmt, weil man sich z. B. während der Autofahrt vom Sender entfernt, muss sich das Handy bei dem bisherigen Sender ab- und bei dem nächsten Sender mit der stärkeren Verbindung anmelden. Der Effekt ist ein von Ihnen ungehörter Verbindungsaufbau wie bei einem Telefonat und damit in dieser Zeit eine höhere Strahlenbelastung.

Und wenn man steht, muss sich das Handy in regelmäßigen, vom Mobilfunkbetreiber festgelegten Abständen, beim Sender melden – wieder fährt es unbemerkt von Ihnen die Leistung hoch und sendet. Und zu guter Letzt fährt es die Leistung in dem Augenblick auch hoch, wenn Sie angerufen oder per SMS kontaktiert werden.

Sie sehen also, selbst wenn man im Auto nicht telefoniert heißt das nicht, dass nicht gesendet wird. Solange sich die Wissenschaft über mögliche Folgen elektromagnetischer Wellen streitet, ist man auf alle Fälle auf der sicheren Seite, wenn man das Handy ausschaltet und nur im echten Notfall benutzt!