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April bis Juni 2008

Sonntag, 29. Juni 2008

Sicherheit für Hubert von Goisern

Gestern habe ich mir in Deggendorf das „Schiffs“-Konzert von Hubert von Goisern angehört. Das ist an und für sich nichts Erwähnenswertes für Feng Shui. Allerdings gab es auf der Bühne zwei Gegenstände, die meine Aufmerksamkeit erregt haben. Das eine war ein großer Gong, den Hubert von Goisern leider nicht bespielt hat und das andere war, im Hintergrund der Bühne, ein auf Stoff gedruckter Drache (jemand hat mal erzählt, dass sich Hubert von Goisern während seiner Auszeit längere Zeit in Tibet aufgehalten habe). Als ich das gesehen habe, habe ich mich gefragt, ob das für ihn ein Symbol für etwas ist, das für ihn eine gute Rückendeckung darstellt, ihm also während des Konzerts Sicherheit gibt, ihm den Rücken stärkt?

Spricht man im Feng Shui von der Rückendeckung, meint man den sog. Schildkröten-Aspekt (chinesisch ist nun mal eine sehr bilderreiche Sprache). Damit meint man beispielsweise folgendes: Hinter Ihrem Sitzplatz soll möglichst eine feste Wand sein. Wenn Sie aber aufgrund der äußeren Umstände hinter Ihrem Sitzplatz ein Fenster haben und dies beim besten Willen nicht ändern können, dann können Sie ersatzweise auch eine Skulptur oder ein Bild oder einen Gegenstand hinter sich (im Fenster) aufstellen, der Ihnen das Gefühl von Stärke und Rückendeckung gibt. Sind Sie SteinesammlerIn, kann es ein besonders schöner und schwerer Stein sein, oder gibt Ihnen Ihre Familie Kraft, dann kann es ein Bild von Ihrer Familie sein, oder eine Gottheit, oder ein Landschaftsbild mit einem Berg, oder das Logo der Firma, in der Sie arbeiten, und, und, und. Es sollte etwas sein, das wie ein Fels in der Brandung dasteht, an das Sie sich „anlehnen“ können, von dem Sie das Gefühl haben, dass es Sie unterstützt, auf das Sie sich verlassen können.

In der Feng-Shui-Beratung betrachtet man auch noch die Rückendeckung des Gebäudes / der Wohnung, die Bebauung und die Landschaft.

Wenn wir eine starke und stabile Rückendeckung haben, dann fühlen wir uns besser. Ein starker Rücken verhindert, dass Sie sich ablenken lassen oder sich nicht voll auf die/den GesprächspartnerIn konzentrieren können. Sie bleiben „am Ball“ und können sich auf das konzentrieren, was gerade getan werden soll. Und plötzlich geht die Arbeit viel leichter von der Hand, bringen Sie bessere Leistungen. Ihr/e ChefIn „klopft Ihnen auf die Schulter“ oder Sie stellen erfreut fest, wie Ihre Firma aufblüht. Und zu Hause hören Sie sich schon sagen: „Das ist heute wieder gut gelaufen“. Und weil Sie zu Hause auch eine starke Rückendeckung auf dem Sofa vorfinden, können Sie es sich so richtig gemütlich machen.

Das mag jetzt vielleicht übertrieben klingen, doch finde ich, dass es eine schöne Vorstellung ist, oder?



Mittwoch, 25.Juni 2008

Gerümpel und Chaos...

... in den Griff bekommen und endlich an alles denken! Das ist wohl der Traum vieler Menschen. Da bilden sich Stapel, Gerümpelhaufen, Dinge, die nicht dort sind, wo sie hingehören, stressen Dinge, die einem nicht mehr gefallen, quälen „daran muss ich auch noch Denken“, werden Dinge einfach mal „kurz“ abgestellt und bleiben dann liegen... Überall da kommt Energie ins Stocken und kostet Kraft.

Oft fängt man mit dem Entrümpeln und Ordnung schaffen an, gibt aber bald wieder auf, weil man irgendwie nicht weiter kommt, was erneut Kraft und Energie kostet. So steckt man in einem Teufelskreis. Dabei gibt es das ultimative Prinzip! Es beruht auf David Allens Prinzip „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ oder auch „Getting things done“. David Allen hat das Problem identifiziert! Er hat herausgefunden, dass man sich nicht entschieden hat, was mit dem „Zeugs“, also dem Gegenstand, der Idee, dem Zettel als nächstes gemacht werden soll.

David Allen leitet dazu an, die Arbeit effizient zu organisieren, abzuarbeiten, nichts zu vergessen und dabei das große Ganze im Blick zu behalten. Wie das geht? Im Prinzip ist es ganz einfach, wenn man die Methode mal begriffen hat.

Das Prinzip ist auf drei Säulen aufgebaut: „sammeln – nächste Schritte festlegen – tun (hört, hört)“.

Im 1. Schritt sammelt man alles, was irgendwie zu erledigen ist, was sich nicht gut anfühlt und was im Kopf umgeht.

Das geht so: Im Büro nimmt man sich z. B. den unerledigten Papierstapel vor und legt ihn in einen Eingangskorb oder, wenn der Platz nicht reicht, in eine Eingangskiste.
Beim Entrümpeln z. B. des Wohnzimmers fängt man an einem bestimmten Punkt an. Hängt da ein Bild, das man schon lange austauschen will? Dann legt man dieses Bild in den Eingangskorb. Wenn es zu groß ist, schreibt man sich auf einen Zettel eine Gedächtnisstütze mit „rotes Bild über dem Sofa austauschen“ und legt diesen Zettel in den Korb. So arbeitet man sich Raum für Raum, Regalfach für Regalfach oder Stapel für Stapel vor. Ist das (bis man das System begriffen hat) für den Anfang zu viel, kann man einfach mit nur einem Raum, einer Schublade, einem einzelnen Papierstapel oder einer Oberfläche anfangen.

Im 2. Schritt wird der Eingangskorb geleert.

Dafür nimmt man jeden Zettel einmal – und wirklich nur einmal!) in die Hand und überlegt sich, worum es überhaupt geht, ob überhaupt etwas zu tun ist, ob es in zwei Minuten zu erledigen ist (dann sofort erledigen,) oder ob es Müll ist, dann sofort weg damit. Ist was zu tun, fragt man sich, warum man das macht, was damit erreicht werden soll und wie das Ergebnis aussehen soll (z. B. beim Bild könnte es sein, sich im Wohnzimmer wohler zu fühlen. Ergebnisse können richtig „groß“ und visionär sein: Stellen Sie sich vor, wie das Wohnzimmer anschließend nach dem Bildertausch aussieht, wie Sie sich fühlen, wenn Sie auf dem Sofa mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee mit einem spannenden Buch lümmeln, wie Sie sich entspannen, wie Sie sich mit den neuen Bild wohlfühlen, befreit und glücklich sind).

Wenn etwas mehr als einen Schritt zur Erledigung oder länger als zwei Minuten Arbeit braucht ist es ein Projekt. Dem gibt man einen Titel: z. B. „Wohnzimmer gemütlicher machen“ oder „AbteilungsleiterIn werden“ und trägt dies in eine Projekt-Liste ein. Die Projekt-Liste ist nur der Index für alle Projekte und enthält sonst nichts anderes!
Listen, auch Projektlisten, werden nicht nach „dringend“ oder „wichtig“ geordnet. Dann denkt man darüber nach, was der konkrete nächste physische Schritt ist! Der nächste Schritt muss etwas sein, das man tun kann, also eine Handlung! Beim Wohnzimmer entrümpeln könnte es um beim Beispiel des Bildes zu bleiben, sein: nicht „Bild austauschen“, sondern man überlegt sich, was muss ich konkret tun, um zu einem neuen Bild zu kommen? Muss ist vielleicht das alte erst abmessen? Dann heißt der nächste Schritt: „Bild messen“. Brauche ich dafür einen Meterstab und habe keinen im Haus, dann heißt der nächste Schritt nicht „Bild messen“, sondern „Meterstab kaufen“. Das kommt auf die Liste „kaufen“. Um AbteilungsleiterIn zu werden könnte es z. B. notwendig sein, sich zusätzliche Qualifikationen anzueignen. Dann also z. B. als nächsten Schritt „KollegIn XY fragen, wo sie den Kurs YZ gemacht hat“. Das kommt in die Liste „besprechen mit“.

David Allen plädiert dafür, jeden nächsten Schritt in Kategorien zu organisieren. D. h., dass jeder nächste Schritt mit einer bestimmten Art von Tätigkeit verbunden ist, z. B. telefonieren, am PC schreiben, im Internet, Termine, einkaufen, vielleicht / irgendwann oder einfach Warten auf... Man hat also einen nächsten Schritt festgelegt, weiß, was zu tun ist und trägt diesen in diese Kategorien-Liste ein. Das dazugehörige Arbeitsmaterial und den dazugehörigen Zettel kann man in Ordnern organisieren, ganz einfach alphabetisch nach den jeweiligen Projekt-Titeln. (Beispiel Wohnzimmer gemütlicher machen unter „W“). Bei dem/der AbteilungsleiterIn könnte es unter „K“ für „Karriere“ abgeheftet werden. Dieses Hilfsmaterial nimmt man erst dann zur Hand, wenn man sich in der „Nächste-Schritte-Kategorien-Liste“ für eine bestimmte Tätigkeit entschieden hat.

Die klassischen Zeitmanagement-Methoden empfehlen ja immer, alles in „wichtig, dringend“ usw. einzuteilen (ich habe in meiner Sozialmanagement-Fortbildung mal eine ganze Kurs-Woche nur mit diesem Thema verbracht). Beim GTD-Prinzip ist alles viel einfacher! Es wird nichts nach „Wichtig, dringend usw.“ geordnet. Sondern man nimmt sich regelmäßig die nächste-Schritte-Listen vor und entscheidet, was genau jetzt getan werden kann. Wenn man gerade im Internet ist, kann man sich entscheiden, was auf der Liste „Internet“ man sonst auch noch sofort erledigt. Diese Art des Abarbeitens ist viel effizienter, als zwischen verschiedenen Tätigkeiten hin und her zu springen. Man kann dann nach Zeitaufwand, Konzentrationsfähigkeit usw. aktuell entscheiden, was man macht.

Man weiß, dass für jedes Projekt in den Ordnern ein nächster Schritt in den Listen existiert, kann sich sicher sein, nichts zu vergessen. Damit reduziert sich der Zeit- und letztlich der damit verbundene Arbeitsaufwand. Man muss auch nicht immer im Terminkalender unerledigte Dinge, die nicht an einen fixen Termin gebunden sind, von Tag zu Tag übertragen. In den Terminkalender kommen nämlich nur mehr feste Termine oder auch Termine, die zwar ohne Uhrzeit aber an einem bestimmten Tag wie etwas „XY zum Geburtstag gratulieren“ zu erledigen sind. So sieht man auf einen Blick, was ansteht und ob Zeit, Energie jetzt ausreicht, um z. B. ein Konzept zu skizzieren oder eine Kleinigkeit zu erledigen.

Man schaut regelmäßig, in unterschiedlichen Zeitabständen, den Eingangskorb und alle Listen (auch Projektlisten) durch.

Vielleicht fragen Sie sich, wie dieses Prinzip beim Entrümpeln helfen kann? Ganz einfach, indem man eine Entscheidung trifft, was mit einem Gegenstand überhaupt passieren soll. Indem Sie sich im Eingangskorb eine Gedächtnisstütze anlegen, dann entscheiden, wie das Ergebnis sein soll und was der nächste Schritt ist, können Sie zu jeder Zeit entscheiden, ob Sie diesen nächsten Schritt jetzt umsetzen wollen. Oft hapert es nämlich beim Entrümpeln daran, dass man sich nicht entschieden hat, was überhaupt mit dem Gegenstand passieren soll und was der nächste Schritt ist. Hat man im Eingangskorb eine Gedächtnisstütze angelegt, ist man gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, um den nächsten Schritt festlegen zu können, weil man jeden Zettel nur einmal in die Hand nimmt.

Ich finde das System „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ oder „getting-things-done“ eine hervorragende, systematische und einfach umzusetzende Hilfe, egal ob im Beruf „Papierkram“ wegzubekommen oder zu Hause den Keller zu entrümpeln.


Dienstag, 10. Juni 2008

Feng Shui im Bestattungsunternehmen

In der Schweriner Volkszeitung war zu lesen, dass ein Bestatter sein Unternehmen mit Hilfe von Feng Shui umgestaltet habe. So weit, so gut. Aber weiter unten in dem Artikel berichtet der Feng-Shui-Berater, dass Hausbesitzer schon mal Türen, Fenster und ganze Wände versetzen mussten, um das Qi in Fluss zu bringen.

Da habe ich ein anderes Beratungsverständnis. Wenn sowieso Umbaumaßnahmen vorgesehen sind, kann man den Energiefluss optimierende Umbauten (falls überhaupt erforderlich) einplanen und empfehlen. Aber wenn das nicht gewünscht ist oder man zur Miete wohnt, dann lasse ich mir in der Beratung andere Ideen einfallen, um den Energiefluss ins Rollen zu bringen. Wenn jemand keine Baumaßnahmen will, dann muss er das auch nicht! Es gibt meiner Meinung nach immer Alternativen dazu. So kann sich eine Beratung unterscheiden!



Samstag, 17.Mai 2008

Auch das ist nicht Feng Shui!

Und schon wieder „Feng Shui auf bayrisch“. Das ist ja geradezu eine „Feng Shui auf bayrisch-Schwemme“. Ich berichtete hier schon einmal darüber. Und nun das:
Ein Qi-Gong-Lehrer habe laut DZ über „Nahrungsmittel als Medizin oder Feng Shui auf Bayerisch“ referiert. In dem Zeitungsartikel wird auf den Inhalt des Vortrags eingegangen, in dem es um gesunde Ernährung ging.

Bei dem Titel und dann diesem Inhalt stellt sich mir die Frage, was das jetzt mit Feng Shui zu tun hat? Ungefähr so viel wie „Feng Shui zum Anziehen“. Nämlich nichts. Ernährung ist ein eigenes Thema. Es mag vielleicht die Ernährung nach den vier Elementen geben, (ob es das wirklich gibt weiß ich nicht genau, denn damit habe ich mich nicht befasst), aber die Ernährung als „Feng Shui auf bayrisch“ zu bezeichnen... Das ist schon extrem weit hergeholt und wahrscheinlich nur eine Marketing-Strategie, um mit dem Titel Leute für den Vortrag zu interessieren. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Quelle: Deggendorfer Zeitung



Sonntag, 11. Mai 2008

Das Dach beim Hausbau

Auf was könnten Sie beim Hausbau unter dem Aspekt von Feng Shui achten? Auf das Dach! Plant man ein Pultdach, soll es so ausgerichtet werden, dass sich der energetische Eingang auf der niedrigen Seite des Hauses befindet, die Rückseite des Hauses dann den Dachfirst hat. Damit öffnet sich das Haus dem größtmöglichen Energiefluss über die Zeit hinweg.



Freitag, 25. April 2008

Kräutergarten und Feng Shui

Kennen Sie Fruchtsalbei, der wie ein ganzer Fruchtkorb riecht? Oder Orangen-Zitronen-Thymian, den man am besten auf Rühreier streut? Diese und andere Köstlichkeiten stellte gestern in einem Vortrag in Deggendorf Franz-Xaver Treml vor.

Franz-Xaver Treml ist ein Raritäten-Kräutergärtner, der inzwischen auch durch seine Fernsehauftritte weit über die Grenzen des Bayerischen Waldes hinaus bekannt ist. Treml hat sich auf die Züchtung von Kräutern aus der ganzen Welt spezialisiert. Das, was er anlässlich der Buchvorstellung mitgebracht hatte, duftete zum Reinbeißen verführerisch gut.

Treml weiß so allerhand über seine Kräuter zu berichten: z. B. Pimpernelle war früher für die Bauern das Barometer, weshalb vor jedem Haus eine Pflanze stand. Hatte die Pflanze ihre Blätter vollständig zugeklappt, wussten die Landwirte, dass es in zwei Stunden regnen würde und sie konnten ihre Heuernte noch einbringen. Will man „schlafen wie in einem Grab“, dann soll man sich einen Aufguss aus winterhartem Rosmarin machen und abends ein Wannenbad damit nehmen. Die Malariapflanze wird in zwei asiatischen Ländern zur Abwehr der die Malaria übertragenden Mücke eingesetzt: man trinkt den Tee oder die Eltern schütten den Tee über ihre Kinder oder man zerreibt die Blätter auf der Haut. Zur Abwehr der Steckmücken kann man zu Hause auch das Kilimandscharo-Basilikum pflanzen.

Feng Shui? Die Kräuter passen in jedes Kräuterbeet. Durch die „Apotheke der Natur“ wandeln, sich vom Duft betören lassen... Schließlich soll man sich mit guten „Gefühlen“ umgeben. Betritt man den eigenen Kräutergarten, dann lacht das Herz schon allein wegen des Duftes dieser „Exoten“.

Treml entwickelt übrigens auch neue Sorten, die an unser Klima angepasst sind. Er arbeitet ohne Chemie und züchtet alle seine Pflanzen aus den Mutterpflanzen. Sie sind nicht erbgutverändert!

Die besten Tage für Führungen? Freitags kommen seltsamerweise die Münchner/innen, montags die Regensburger/innen... Er weiß auch nicht, woran das liegt. Für eine Führung ist anmelden angesagt, sonst kann es sein, dass er vor lauter Führung keine Zeit für eine Führung hat. Wenn man auf die Geschichten rund um die Pflanzen verzichten will: einfach so in der Gärtnerei vorbeischauen.

Wer jetzt wissen will, wo die Kräutergärtnerei Treml zu finden ist: in Arnbruck. Das liegt zwischen Bodenmais und Bad Kötzting. Hier noch seine Website: www.pflanzentreml.de . Auf der Seite findet sich eine ausgesprochen anspruchsvolle Zitate-Sammlung. Sehr lesenswert!



Dienstag, 22. April 2008

Im Schlaf Feng-Shui-Lösungen finden

Wenn ich bei der Entwicklung eines Konzepts für eine Feng-Shui-Beratung irgendwo nicht weiter komme, sage ich sage oft zu mir selber, dass ich darüber mal schlafen werde. Denn die Erfahrung hat mir gezeigt, dass nach dem „drüber Schlafen“ der Knoten sich löst. Nun habe ich die wissenschaftliche Erklärung dafür!

Erlebtes und Erlerntes wird tagsüber in einer bestimmten Hirnregion (Hippocampus) gesammelt und dort zwischengelagert. Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn während des Schlafens nicht nur die Erinnerungen an diese tagsüber angehäuften Informationen ins Langzeitgedächtnis (im Neocortex) überträgt und dort abspeichert, sondern auch frisch erworbenes Wissen und neue Inhalte aktiv weiterverarbeitet werden. Durch diesen Prozess werden neue und sinnvolle Zusammenhänge und somit auch Lösungsansätze für Probleme entdeckt. Wie heißt es so schön? „Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf“ hat also durchaus seine wissenschaftliche Berechtigung. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Damit es funktioniert, muss man sich mit dem Thema schon mal beschäftigt haben. Es nützt nach Meinung der WissenschaftlerInnen (leider) nichts, sich z. B. das Vokabelheft ungelesen unter das Kopfkissen zu legen.

„Aufgemerkt!“ wie Erwin Pelzig dazu sagen würde. Das Wort „Hippocampus“ hat gerade eine Gedankenlawine in der mir eigenen Logik losgetreten: Hippocampus! Da steckt „Campus“ drin, also die Bezeichnung für Hochschulgelände. Und Uni hat was mit Lernen zu tun. Die Uni ist also der Hippocampus (der Ort), an dem Wissen gespeichert und über Umwegen an den Neocortex namens StudentInnen weitergegeben wird, die sich nach dem wohlverdienten Schlaf sowohl an das Erlernte erinnern, als auch neue Erkenntnisse gewinnen.
Quelle: Gehirn und Geist Dossier Nr. 2/2008



Samstag, 19. April 2008

Eine Frage des Stils!

Egal, wie Sie am liebsten wohnen! Feng Shui passt zu jedem Stil. Das muss einmal deutlich gesagt werden! Zu welcher Gruppe gehören Sie? Zu den 21 % der Deutschen, die sich am liebsten mediterran oder rustikal (ebenfalls 21 %) einrichten? Oder mögen Sie es romantisch wie 11 % der Befragten? Wie wäre es mit Glas und Chrom? Damit fühlen sich immerhin noch 4 % wohl. Das ergab eine Studie des Ipsos-Institus auf die sich die DZ beruft. Es gibt für jeden dieser und anderer Stilrichtungen die passenden Bilder, Kunstwerke, Pflanzen, Stoffe und, und, und...

Liebt man asiatische Accessoires heiß und innig und verbindet man damit eine positive Aussage, kann man diese natürlich entsprechend platzieren um z. B. den Energiefluss zu lenken. Mag man sie nicht, sollte man es lieber bleiben lassen, sich mit ihnen zu umgeben. Ich halte nichts davon, irgendwelche Geldfrösche aufzustellen, bloß weil man in einem Buch gelesen hat, das würde Reichtum bringen. Das ist nicht Feng Shui.

Im Feng Shui geht es darum, die Umgebung so zu gestalten, dass man von ihr nicht abgelenkt wird, sich nicht bedroht fühlt und gleichzeitig von ihr unterstützt wird. (Eigentlich ist das Psychologie). Um das zu analysieren hat man einen Koffer voller „Werkzeuge“. Nutzt man wie ein/e HandwerkerIn diese Werkzeuge und setzt die richtigen Hebel an, kann man sich mit voller Kraft auf die Arbeit konzentrieren oder entspannen. Je nachdem, was gerade im Vordergrund steht. Und ist man entspannt und erholt bzw. nicht abgelenkt, kann man sich mit seiner ganzen Schaffenskraft den anstehenden Aufgaben widmen, die man dann viel besser und effektiver bewältigt. Das wiederum kann zu beruflichen Entwicklungen führen, die wiederum mehr Wohlstand bringen können. In diese Richtung ist das gemeint.

Um das Beispiel der Geldfrösche abzurunden: Wenn jemand den gedanklichen Fokus neu ausrichten will, und ein Symbol dabei hilft, wie wäre es in diesem Fall mit echten Goldmünzen? Die dürften Ihr Herz zur Zeit täglich Freudensprünge machen lassen, schließlich steigt der Goldpreis, und steigt, und steigt... das versetzt Sie wahrscheinlich viel mehr in gute Laune als ein Geldfrosch. Und ich bin der Meinung, gute Laune - Freude - ist ein guter Antriebsmotor. Die Goldmünzen alleine bringen es vermutlich auch nicht, das Drumherum (der Energiefluss insgesamt) sollte Sie schon auch stärken.

Sie haben nur die schwierige Aufgabe, herauszufinden, welcher Gegenstand für Sie welche Aussage hat (was hat für Sie mehr Wert: eher er Geldfrosch, glänzende Goldmünzen oder doch ein 1000-Schweizer-Franken-Schein?) und welche Bilder, Pflanzen, Bücher, Geschenke usw. Sie wirklich freuen. Und natürlich gehören noch viele andere Faktoren aus dem Werkzeugkoffer berücksichtigt.
Quelle: Deggendorf Zeitung



Donnerstag, 17. April 2008

Anrüchiges!

Esoterik... klingt ja so anrüchig und geheimnisvoll... Wird oft im Zusammenhang mit Feng Shui in den Mund genommen. Lässt sich Feng Shui wirklich dieser Kategorie zurechnen?

Oft hat man nur eine verschwommene Vorstellung davon, was Esoterik in unserer Zeit ist (und auch oft davon, was Feng Shui ist – siehe dazu meinen Artikel über „Innenarchitektur zum Anziehen“). Und wenn man nicht genau weiß, was es ist, kann man es überall dort hineinpacken, wo man ebenfalls nicht genau weiß, was es ist.

Mein Synonyme-Wörterbuch ist so richtig ergiebig. Beim Lesen hatte ich schon Ideen, wie da Feng Shui dazu passt. : Geheimlehre (nicht so richtig, schließlich wird es überall verbreitet; das ganz ohne „Einweihung“ anders wie z. B. bei Reiki), Geheimwissenschaft (Wissenschaft ja, aber eine Erfahrungswissenschaft wie z. B. Medizin), Magie, Kabbala, Okkultismus, Spiritismus; Geheimkult, Voodoo (uiii, jetzt wird es richtig spannend!), Mystagogie (was ist denn das?), mystische Praktiken (gehört dazu das Kompass-Lesen im Feng Shui?), magische Praktiken (Aha! Wenn sich Menschen nach einer Feng-Shui-Beratung in ihren Räumen wohler fühlen, hat das mit Magie zu tun – natürlich nur, wenn die das Konzept umgesetzt haben! Hm... Man könnte dann auch InnenarchitektInnen, ArchitektInnen und LandschaftsgärtnerInnen Magie nachsagen..., würde man nur nicht machen).

So wirklich weitergebracht hat mich das erst mal nicht. Da wurde einfach alles hineingepackt. Mein etymologisches Wörterbuch (um mal mit Fremdwörtern um mich zu schmeißen - für Herkunftswörterbuch) führt den Begriff nicht.

Der Brockhaus brachte mich einen Schritt weiter: „Der Begriff Esoterik wurde in der Neuzeit auf Geheimlehren übertragen, die nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich sein sollten; heute Sammelbegriff für weltanschauliche Strömungen, die Elemente der Astrologie, des Okkultismus u. a. einbinden.“
Geheimlehren sind Lehren, die nur ein „innerer Kreis“ gelehrt bekommt, was man von Feng Shui nicht behaupten kann. Feng Shui steht allen offen und man findet überall Bücher und Seminare. Und wenn man eine Ausbildung macht, hat das nichts mit Geheimlehre zu tun, sondern eher mit so was, wie wenn man eine Schreiner-(für Nicht-Bayern „Tischler“) Ausbildung macht.
Weltanschauung – da kommen wir der Sache schon näher. Feng Shui beruht auf einer Weltanschauung, und zwar auf der von Yin und Yang, von stetem Wandel und dass alles mit allem verbunden ist.

A. Faivre, Forscher zu esoterischen und mystischen Bewegungen der Neuzeit an einer Uni in Paris meint, dass Esoterik eine Denkform ist. Damit etwas die Zuordnung zu „Esoterik“ verdient, muss es folgende vier Kriterien erfüllen:

Die Entsprechung: Man geht davon aus, dass es zwischen allen Teilen der sichtbaren und unsichtbaren Welt Entsprechungen gibt. Alles steht in wechselseitigen Beziehungen zueinander. Nichts passiert zufällig. Alles birgt Zeichen und Hinweise in sich. Man muss sie nur entschlüsseln. Es handelt sich um Synchronizität, um zeitliche Übereinstimmungen. So könnte es z. B. sein, dass Sie in der Buchhandlung „zufällig“ auf ein bestimmtes Buch aufmerksam werden und nächste Woche stellt sich heraus, dass Sie genau dieses Thema in Ihrer Arbeit bearbeiten dürfen.
Die lebende Natur: Die Natur wird in allen Teilen als lebendig angesehen (z. B. auch in Steinen, Metallen). Auch deren tiefere Bedeutung sollte man entschlüsseln.
Imagination und Mediation: Mit Hilfe der Vorstellungskraft kann man MediatorInnen (Vermittler) aufspüren. Das können z. B. Engel, Rituale, symbolische Bilder sein, um sie zum Erkenntnisgewinn zu nutzen.
Die Erfahrung der Transmutation, der „Metamorphose“, der Verwandlung hin zur Erkenntnis: Erkenntnis und der Weg dahin sind abhängig von innerer Erfahrung und geistigen Tätigkeiten.

Esoterik ist also eine Geisteshaltung, eine Philosophie, ein Weltbild mit dem Ziel, die tieferen Zusammenhänge zwischen Geist und Welt zu verstehen. Man kann den tieferen Sinn, der hinter allem steht, mit der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, mit im Menschen verborgenen Kräften und individuellen, inneren Erfahrungen finden.

Gehört nun Feng Shui in die Kategorie Esoterik oder nicht? Entscheiden Sie selbst!



Samstag, 12. April 2008

"Feng Shui auf bayrisch"...

... so lautete einmal ein Vortrags-Titel. Das weckte natürlich mein Interesse, denn es ist mir immer wichtig, Feng Shui auf unsere Kultur bzw. die der zu beratenden Menschen zu übertragen. Und ich fragte mich, wie der Referent das wohl ins Bayrische übertragen hat? Blau-weiße Rauten-Fähnchen in den Fenstern? Der bayrische Löwe als Bewacher vor der Tür? Also verabschiedete ich mich zum besagten Zeitpunkt (es war ein sonniger Sonntag-Nachmittag) von der heimischen Kaffee- und Kuchen-Tafel mit FreundInnen und radelte zu dem Vortrag.

Und was erzählte der Referent? Er sprach über Geomantie („die Erde lesen“), genauer über Erdstrahlen wie Wasseradern, Erdverwerfungen, Gesteinsbrüche und so was. Aber keine Spur von Feng Shui! Zwar wird auch im Feng Shui „die Erde gelesen“, aber eben mit ganz anderen Methoden und Regeln als beim Rutengehen.

Feng Shui und Geomantie sind jeweils eine eigene Disziplin. Unabhängig davon, dass Sie wahrscheinlich viele Feng-Shui-BeraterInnen erleben werden, die beides machen. Das ist aber auf einen ganzheitlichen Ansatz zurückzuführen und nicht darauf, dass das ein und dasselbe wäre.



Dienstag, 8. April 2008

Wollen Sie Ihr Wohlbefinden steigern?

Der Kauf eines neuen Laptops kann Ihr Wohlbefinden erheblich steigern... Wenn Sie den richtigen kaufen! Wie wär´s damit? Tastatur aus Elfenbein, Goldverzierung, Gehäuse aus Edelhölzern. Vorgestellt soll dieses wertvolle Gerät auf einer Millionärs-Messe in den Niederlanden werden. Was hat das mit Feng Shui zu tun? Eigentlich nichts.

Außer dass das Gehäuse aus Edelholz ein Betrieb für Holzbearbeitung in Neukirchen v. Wald (bei Passau) herstellt. Und in Neukirchen v. Wald findet vom 08.-10.08.2008 ein Harmonie-Kongress statt. Dort werde ich mit einem Stand dabei sein. Und wahrscheinlich auch einen Vortrag halten... Wer mich also persönlich kennen lernen will, kann das dort tun.

Ach ja! Noch ein Tipp, falls Sie sich für den Kauf des o.g. Laptops entscheiden: Achten Sie darauf, dass sich das (bestimmt enthaltene?) WLAN-Modul abschalten lässt, wenn Sie damit nicht im virtuellen Netz sind.

Oder meinen Sie, sich diesen Luxus-Laptop im Wert von ab 25.000 € sowieso nicht leisten zu wollen? Das sollten Sie aber. Irgendwo habe ich gelesen, dass Menschen, die sich zu viel versagen, zu höherem Blutdruck usw. neigen könnten. Im Umkehrschluss heißt das wohl, dass die, die ihren Gelüsten öfter mal nachgeben, gesünder sind?

Wenn Sie immer noch nicht überzeugt sind, sich für dieses Modell entscheiden zu wollen, dann überzeugt Sie vielleicht das? Forscher an der Uni Stanford haben Versuchspersonen Rotwein trinken lassen. Sie haben die StudienteilnehmerInnen in dem Glauben gelassen, es handle sich um sehr hochpreisigen Wein. Dabei wurde festgestellt, dass allein die Erwartung, teuren Wein zu trinken, Gehirnregionen aktivierte, die für das Wohlbefinden zuständig sind, auch dann, als den ProbandInnen billiger Wein „untergeschoben“ worden war. Die Erwartungshaltung von „gut“ wurde in der Studie mit hohen Wein-Preisen erzielt. Womit wir wieder bei dem Luxus-Laptop wären.

Dieser Laptop könnte also der direkte Weg zu Gesundheit und Glücksmomenten sein! Und über das Glück habe ich schon mal geschrieben.(siehe unter Feng Shui, 05.04.2007).

Nachtrag am 23.06.2008: Der Harmonie-Kongress bei Passau wurde heute von der ausführenden Event-Agentur abgesagt.
Quellen: Passauer Neue Presse; wissenschaft.de