Wenn ich im Internet in Feng-Shui-Foren vorbeischaue taucht dort immer wieder die Frage nach den „richtigen“ Farben auf. Da das Ganze sehr komplex ist, werde ich in loser Folge hier einen kleinen Kurs geben (jedoch ohne Fliegende Sterne und so was, weil das für Laien zu schwer ist). Sie haben dann zwar nur Teilaspekte, bewegen sich aber schon in die richtige Richtung.
Fangen wir mit den Himmelsrichtungen an: Jede der 8 Himmelsrichtungen ist einem Element (5-Elemente-Lehre) zugeordnet. Aus diesem Element ergeben sich erste Hinweise auf Farben. Heute befassen wir uns mit dem Aspekt, welche Himmelsrichtungen und welche Farben zusammengehören:
Norden – Wasser: mögliche Farben sind grau, silber, gold, creme, weiß, beige, blau, türkis und violett mit mehr Blauanteil, grün – also alles, was mit den Elementen Metall, Wasser und Holz zu tun hat. Nordosten – Erde: rot, rosa, orange, lachs, braun, gelb, creme, beige, silber, gold, grau, was den Elementen Feuer, Erde, Metall entspricht. Osten – Holz: blau, violett mit mehr Blauanteilen, grün, türkis, rot, rosa, lachs, orange mit mehr Rotanteilen, was den Elementen Wasser, Holz und Feuer entspricht. Südosten – Holz: siehe Osten Süden – Feuer: grün, türkis mit mehr Grünanteilen, rot, rosa, lachs, orange, gelb, braun, was den Elementen Holz, Feuer und Erde entspricht. Südwesten – Erde: siehe Nordosten Westen – Metall: gelb, braun, creme, grau, silber, gold, blau, violett mit mehr Blauanteilen, was den Elementen Erde, Metall und Wasser entspricht. Nordwesten – Metall: siehe Westen.
Wenn Sie wissen, dass Ihr Wohnzimmer im Süden ist, wäre es ideal, wenn Sie noch wüssten, ob diese Himmelsrichtung die günstige Himmelsrichtung des Hauses ist. Das können Sie alleine kaum feststellen. Deshalb weiter.
Sie können sich also immer zwischen drei Grund-Farben entscheiden. Doch wie wissen Sie, welche Farbe aus dem Dreier-Gespann Sie nehmen sollen, ob Sie z. B. im Süden die Wände idealerweise grün, rot oder gelb streichen sollen? Als Anhaltspunkt dient Ihre KUA-Zahl (können Sie sich aus jedem Feng-Shui-Buch raussuchen). Das machen wir dann das nächste mal. Wer Lust dazu hat, könnte bis dahin folgende Übung machen: Sie könnten Ihren Grundriss jeweils mit den entsprechenden Farben ausmalen.
Montag, 17. März 2008
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Neulich hatte ich ein Zimmer mit den zwei Funktionen „Büro“ und „Schlafplatz“ mit Hilfe von Feng Shui zu optimieren. Der Raum wird in Zukunft mehr als Rückzugsraum denn als Büro genutzt werden. Er befindet sich im Süd-Osten und Süden der Wohnung und hat einen roten Teppich, der drin bleiben soll. Das Geburtsjahreselement der Person ist Wasser, das Persönliche Trigrammelement (wichtig für die Himmelsrichtungen) ist Erde, d. h., die günstigen Himmelsrichtungen der Person sind im Süd-Westen, Westen, Nordwesten und Nordosten. Dagegen sind die günstigen Himmelsrichtungen dieser Wohnung im Norden, Osten, Süd-Osten und Süden. Die günstigen Himmelsrichtungen des Hauses stimmen also nicht mit denen der Person überein (wenn man ein Haus baut oder eine Wohnung sucht, kann man das im Vorfeld berücksichtigen, dass die günstigen Himmelsrichtungen von Haus und Person übereinstimmen). Außerdem befindet sich der Raum im Bereich der energetischen Vorderseite, also in der Yang-Zone, was für den Schreibtisch zwar noch o.k. ist, für einen Schlafplatz aber eher eine Herausforderung darstellt. Durch den kräftig roten, anregend wirkenden Teppich wird diese Yang-Energie zusätzlich verstärkt.
Auch die Einflüsse aus baulichen Gegebenheiten fließen in meine Überlegungen ein. Da der von mir geplante Schlafbereich Wand an Wand zur Küche liegt (allerdings befinden sich in der Küche an dieser Wand weder Wasserrohre noch technische Küchengeräte wie Kühlschrank – wichtig wegen Elektrosmog), sollte eine energetische Trennung zur unruhigen Energie der Küche hergestellt werden. Deshalb und weil der Raum sehr yang ist, verträgt er an der Wand mit dem Bett ein sattes, tief-toniges und warmes Braun (kein leuchtendes Braun). Diese Farbe korrespondiert mit dem Himmelsrichtungs-Element Erde der Kundin, fängt die unruhige Energie aus der Küche auf, nimmt der starken Feuer-Energie des Teppichs etwas von seiner aktiven Kraft (mit dem sog. Mutter-Kind-Zyklus) und vermittelt Geborgenheit. Das ist an dieser Stelle immer im Hinblick auf den Schlafplatz gedacht. Farbpsychologisch bildet braun bei Stress einen guten Ausgleich. Jetzt haben wir noch den Elementekonflikt zwischen dem Holz (Südosten) und der braunen Wandfarbe (Erde). Als Mittler zwischen der Holz-Energie (in dem der Schlafplatz liegt) und der Erde-Farbe dient der rote Teppich. Die anderen Wände können weiß bleiben und sind damit das Brückenelement zwischen dem Geburtsjahreselement Wasser und der braunen Wandfarbe. Außerdem wird der Elementezyklus des Raumes abgerundet (Raum: Holz/Feuer; Teppich: Feuer; Wandfarbe am Bett: Erde; restliche Wände: Metall; Accessoires: u. a. Wasser). Haben Person und Haus nicht die gleichen günstigen Himmelsrichtungen, sollten nach Möglichkeit alle Elemente im Raum eingebracht werden (aber mit unterschiedlicher Gewichtung). Braun lässt sich mit einem Bett in einem rötlichen Holzton wie z. B. Buche, kombinieren.
Mit dem Vorschlag, die Wand an dieser Seite braun zu streichen habe ich lange mit mir gerungen, denn ich konnte es mir nur schwer vorstellen. Überlegungen, eine gelbe Wandfarbe vorzuschlagen, habe ich wieder verworfen. Gelb gehört zwar ebenfalls zum Element „Erde“, wäre aber in diesem Zusammenhang von der farbpsychologischen Wirkung her ungünstig gewesen. Letztendlich haben mich alle Überlegungen immer wieder zu der genannten Empfehlung geführt. Überrascht hat mich, dass die Kundin mit dem Farbvorschlag sofort einverstanden war.
Als Begleitfarbe zu der braunen Wand sind Büromöbel in einem sanften Gelbton geeignet. Diese Farbe steht dann auch in Harmonie mit dem Weiß der Wände und nimmt dem roten Teppich wieder etwas von seiner Kraft. Auch dazu sagte die Kundin, dass sie sich schon mal Büromöbel angeschaut und sie genau so ein Farbton angesprochen hatte.
Das war nun ein Teil der Überlegungen zur Farbgestaltung (Fliegende Sterne usw. würde den Rahmen hier sprengen). Haben Sie das Gefühl, das ist kompliziert? Damit haben Sie recht.
Sonntag, 27. Januar 2008
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Wie wird der Gedanke Realität? Damit beschäftigte sich gestern bei einem Vortrag der Österreicher Karl Gamper. Untertitel: „Wie können wir Erkenntnisse aus der Quantenphysik in unseren Alltag integrieren und anwenden?“ Ich fand das spannend, weil Gamper die Zusammenhänge zwischen Quantenphysik, Neurologie und der Manifestation von Gedanken in der materiellen Welt dargestellt hat.
Ein Aspekt ist mir besonders hängen geblieben: 2/3 der Menschen können sich nicht vorstellen, dass es eine andere Dimension geben könnte, aus der heraus sich alles manifestieren könnte (zugegeben, mit diesem Gedanken tat ich mich bis zum Vortrag auch schwer, seit der Erklärung mit der Quantenphysik habe ich allerdings ein Bild davon im Kopf). Warum es manchen Menschen schwer fällt, etwas noch nie Dagewesenes wahrzunehmen, hängt scheinbar damit zusammen, dass diese Menschen für diese neuen Ideen oder Vorstellungen von der Welt noch keine neurologischen Strukturen im Gehirn angelegt haben. Es fehlen ihnen noch die Nervenbahnen und –verbindungen. Das ist offenbar (erforschter) Fakt. Und dieses Phänomen der eingeschränkten Wahrnehmung gibt es schon immer, wie Karl Gamper am Beispiel des räumlichen Sehens erklärte. Bis zum 15. Jhdt. konnten wir Menschen gar nicht räumlich sehen. Wenn man Menschen im 12. Jhdt. ein dreidimensionales Bild vorgelegt hätte, hätten diese es als flaches Bild wahrgenommen.
Mit diesem Wissen kann ich in Zukunft ganz locker (ohne Überzeugungsarbeit leisten zu wollen) mit Menschen umgehen, die sagen, dass es Feng Shui nicht gibt. Ihnen, die dieses Weltbild völlig ablehnen, fehlt noch die neuronale Struktur im Kopf. Das ganz ohne Bewertung! Könnte man auch sagen, ihnen fehlt der dafür notwendige Sinn (im Sinne unserer 5 Sinne riechen, hören, schmecken, fühlen, sehen)? Für sie ist es „Über-sinnlich“, weil eine über die üblichen Sinne nicht erfassbare Erfahrung nicht wahrgenommen und eingeordnet werden kann? Sie haben keine Antenne für die „unerklärlichen Energieströme“, können sich deshalb kein Bild davon machen. Es ist wie mit einem Fernsehprogramm: um einen Fernsehfilm zu empfangen, braucht man eine Antenne. Hat man keine Antenne, schaut es schon düster aus. Auch wenn man das Programm mangels technischer Ausrüstung nicht sehen kann... Das Fernsehsignal umgibt uns trotzdem (ist auch ein Teil des Elektrosmogs, das nur nebenbei). Die Fernsehleute schalten es ja deshalb nicht ab, bloß weil einige Leute gerade keine Antenne rumstehen haben.
Immerhin besteht Hoffnung: Neue neuronale Strukturen entwickeln sich scheinbar im Laufe der Zeit im allgemeinen Bewusstsein. Schließlich werden beim räumlichen Sehen auch nicht alle Ritter, Ritterfräuleins, Bauern und Handwerker von heute auf morgen die Tiefe des Raums gesehen haben, sondern es wird sich über die Zeit hinweg langsam entwickelt haben und heute ist es selbstverständlich! Ich bin ja schon gespannt, wie das in 200 Jahren dann mit Feng Shui sein wird!
Dienstag, 22. Januar 2008
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Kürzlich habe ich eine Werbung für „Feng Shui zum Anziehen“ gesehen. Dabei ging es um sog. energetisierte T-Shirts, die den Energiefluss im Körper verbessern sollen.
Was mich an der ganzen Sache stört, sind so Aussagen wie „Feng Shui zum Anziehen“ oder dass die energetische Wirkung mit einem „speziellen Feng-Shui-Verfahren“ erreicht werde. Das passt meiner Meinung nicht zusammen. Nicht, dass es keine energetisierende Kleidung geben könnte, schließlich weiß man, dass Kleidung z. B. einen bestimmten Persönlichkeitstyp unterstreicht und damit die Ausstrahlung des Trägers beeinflusst, aber zwischen Feng Shui und Kleidung einen Zusammenhang herzustellen, halte ich doch für weit hergeholt, schließlich befasst sich Feng Shui mit der räumlichen Umgebung. Und zwischen Umgebung und Kleidung gibt es doch einen Unterschied.
Ich denke, dass viele Menschen einfach zu wenig darüber wissen, was Feng Shui ist. Ich vergleiche Feng Shui deshalb mal mit Innenarchitektur. Wie jede/r weiß, gestalten InnenarchitektInnen Räume. Sie kümmern sich um die Auswahl der Fußbodenbeläge, Wandfarben, Stoffe, Beleuchtung, Raumformen, Hell- und Dunkel-Zonen (im Feng Shui heißt das dann Yin und Yang), Arrangements von Wohnaccessoires, platzieren Sitzgruppen und Möbel und, und, und. Das machen sie mit Hilfe verschiedener Regeln. Und genau dasselbe macht Feng Shui, nur mit Hilfe anderer, für unsere Ohren und unseren Verstand vielleicht exotisch anmutenden Regeln und Erklärungen.
Sowohl die Innenarchitektur, als auch Feng Shui verfolgen das gleiche Ziel: dass die Menschen sich im Raum wohlfühlen. Beide Fachgebiete sind nämlich der Meinung – und das bestätigen Studien - dass die Gestaltung der Räume sich auf den Menschen auswirkt. Und die Wirkung soll eben möglichst positiv sein. Gut, das wollen die HerstellerInnen der energetisierten Kleidung auch.
Aber niemandem würde es einfallen, von „Innenarchitektur zum Anziehen“ oder von einem „speziellen Architektur-Verfahren“ zu sprechen, mit dem Kleidung energetisiert wird. Das hört sich doch komisch an!
Der Begriff „Feng Shui“ wird einfach als Synonym für alles, was mit den unsichtbaren Energieströmen zu tun hat, benutzt. Auch wenn das Wort von der Logik her nicht passt. Das ist wahrscheinlich so, wie wenn man ein Fremdwort benutzen würde, von dem man die Bedeutung nicht genau kennt und das dann nicht zum Gesagten passt.
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